Erfolg einer Lebertransplantation hängt von Genen ab

Bei Lebertransplantation wegen chronischer Hepatitis C entscheiden die Varianten des IL28B-Gens mit darüber, ob es zu einer Entzündung des Transplantats kommt.

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BERLIN (hub). Forscher der Charité Berlin haben bei 183 Patienten, die eine Lebertransplantation aufgrund einer chronischen Hepatitis C erhielten, das IL28B-Gen typisiert. Das Gen codiert für Interferone und liegt als G-Allel oder als T-Allel vor.

605 Leber-Biopsien wurden im Zeitraum von sechs Monaten bis zu zehn und mehr Jahren nach erfolgter Lebertransplantation vorgenommen (Liver Transpl 2011; 17: 289).

56 von 159 Patienten konnten erfolgreich mit einer Interferon-basierten antiviralen Therapie behandelt werden. Das G-Allel war dabei ein Prädiktor für eine erfolglose antivirale Therapie. Das T-Allel wiederum war häufiger vorhanden in der Gruppe jener Patienten mit einer geringen Transplantat-Entzündung.

Fibrosegrad hängt nicht von den IL28B-Allelen ab

Die Forscher fanden durch die Untersuchung der Biopsate auch heraus, dass der Fibrosegrad nicht von den IL28B-Allelen abhängt.

Der IL28B-Polymorphismus könnte künftig helfen, Patienten zu identifizieren, die eine schwere Transplantat-Hepatitis entwickeln. Die Kenntnis der Gen-Varianten könnte zudem helfen, Therapien zügig anzupassen.

Bisher war bekannt, dass der Polymorphismus des IL28B-Gens die Ansprechraten einer Standardtherapie plus Proteasehemmer bei Hepatitis C beeinflussen kann (wir berichteten). Über eine Typisierung vor der Therapie wird diskutiert.

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