Erfolg mit Homöopathika bei Heuschnupfen

BADEN-BADEN (hbr). Es müssen nicht immer konventionelle Medikamente sein: Bei Heuschnupfen kann auch mit Homöopathika behandelt werden. Studiendaten von 111 Kindern und Jugendlichen von sechs bis 16 Jahren belegen einen ähnlichen Effekt der beiden Behandlungsstrategien. Die Homöopathika hatten keine unerwünschten Wirkungen.

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Dr. Antonello Arrighi aus Italien stellte die Studie bei einer Veranstaltung des Unternehmens Heel in Baden-Baden vor. Darin wurden die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer herkömmlichen und einer homöopathischen Therapie verglichen.

Die 54 konventionell behandelten Kinder erhielten präventiv das Antihistaminikum Cetirizin, für die akute Phase zusätzlich ein Kortikoid-Nasenspray mit dem Wirkstoff Fluticason und als zweites Antihistaminikum Azelastin. Bis zu sieben Tage lang durften sie außerdem ein systemisches Kortikoid (Bethametason) einsetzen.

Die 57 homöopathisch behandelten Patienten erhielten präventiv Luffeel®comp-Tabletten und Lymphomyosot®-Tropfen. In der Akutbehandlung wurden weiter die Tabletten angewandt, außerdem Luffeel®-Nasenspray und Euphrasia-Tropfen. Luffeel® wird bei allergischem Schnupfen eingesetzt, Lymphomyosot® zum Beispiel bei Ödemneigung. Zu den Einsatzgebieten von Euphrasia zählen Augenentzündungen.

Die Kinder seien vor Beginn der Symptome und der präventiven Therapie, nach dem Einsetzen von Symptomen, zu Beginn der symptomatischen Therapie und nach drei- und nach sechswöchiger Behandlung untersucht worden, sagte Arrighi. Erfaßt wurden Art und Schwere von Symptomen wie Niesattacken, verstärkter Tränenfluß und Jucken der Augen.

Die homöopathische Therapie (HT) war ähnlich effektiv wie die konventionelle, die Symptombelastung unterschied sich in keiner der Untersuchungen. So hatten zu Beginn der Akuttherapie 18 (HT-Gruppe) beziehungsweise 20 Patienten schwere nasale Symptome, nach sechs Wochen keiner mehr. 35 (HT) und 34 Probanden waren zu diesem Zeitpunkt - nasal - wieder komplett symptomfrei.

Vorteil der Homöopathie: Es gab keine unerwünschten Wirkungen. Dagegen klagten bis zu 17 Prozent der konventionell behandelten Kinder über morgendliche Schläfrigkeit, trockene Nase oder verstärkte Augensymptome.

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