Erfolg mit Stammzellen bei Tuberkulose

OBNINSK (mut). Russischen Forschern ist nach eigenen Angaben ein Erfolg mit einer Stammzelltherapie bei unheilbar kranken Tuberkulose-Patienten gelungen. Bei den meisten Patienten ließ sich die Krankheit stoppen.

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Die Ärzte um Dr. Anatoly Konopliannikov aus Obninsk haben 27 Patienten mit schwerer Lungen-TB mit dem neuen Verfahren behandelt. Die Patienten hatten alle auf eine medikamentöse Therapie nicht mehr ausreichend angesprochen und erhielten zusätzlich eine Infusion mit autologen Knochenmark-Stammzellen.

Bei allen Patienten besserte sich der Zustand in den ersten fünf Monaten nach der Infusion. 24 Patienten nahmen wieder deutlich an Gewicht zu, 20 stoppten die Ausscheidung der Erreger, berichten die Ärzte in einer Mitteilung. Bei 9 von 16 Patienten, bei denen die Infusion eineinhalb bis zwei Jahre zurückliegt, ließ sich die Zerstörung der Lunge stoppen, bei 11 Patienten konnte mit bildgebenden Verfahren gezeigt werden, dass Lungenkavernen abgeheilt waren.

Zur Therapie hatten die Ärzte den Patienten Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen und in Kultur vermehrt. Jeder Patient bekam zwischen 150 und 200 Millionen körpereigene Stammzellen intravenös injiziert.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Neue Wege gegen eine alte Bedrohung

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