Tuberkulose

Erfolg mit Stammzellen bei Tuberkulose

OBNINSK (mut). Russischen Forschern ist nach eigenen Angaben ein Erfolg mit einer Stammzelltherapie bei unheilbar kranken Tuberkulose-Patienten gelungen. Bei den meisten Patienten ließ sich die Krankheit stoppen.

Veröffentlicht: 04.07.2007, 08:00 Uhr

Die Ärzte um Dr. Anatoly Konopliannikov aus Obninsk haben 27 Patienten mit schwerer Lungen-TB mit dem neuen Verfahren behandelt. Die Patienten hatten alle auf eine medikamentöse Therapie nicht mehr ausreichend angesprochen und erhielten zusätzlich eine Infusion mit autologen Knochenmark-Stammzellen.

Bei allen Patienten besserte sich der Zustand in den ersten fünf Monaten nach der Infusion. 24 Patienten nahmen wieder deutlich an Gewicht zu, 20 stoppten die Ausscheidung der Erreger, berichten die Ärzte in einer Mitteilung. Bei 9 von 16 Patienten, bei denen die Infusion eineinhalb bis zwei Jahre zurückliegt, ließ sich die Zerstörung der Lunge stoppen, bei 11 Patienten konnte mit bildgebenden Verfahren gezeigt werden, dass Lungenkavernen abgeheilt waren.

Zur Therapie hatten die Ärzte den Patienten Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen und in Kultur vermehrt. Jeder Patient bekam zwischen 150 und 200 Millionen körpereigene Stammzellen intravenös injiziert.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Neue Wege gegen eine alte Bedrohung

Mehr zum Thema

Israelische Studie

Tuberkulose-Impfung schützt wohl nicht vor SARS-CoV-2

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

Exklusiv Nikotinsucht

Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

Trump: USA steigen aus der WHO aus

Mitten in der Corona-Krise

Trump: USA steigen aus der WHO aus

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Virtueller ASCO

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden