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Diabetes

Erhöhtes Sterberisiko durch Krebs, Leber- und Nierenleiden

Diabetiker sterben nicht nur besonders früh an Herz-Kreislauf-Krankheiten, sondern auch an Krebs sowie Leber- und Nierenleiden.

Von Dr. Dagmar Kraus Veröffentlicht:

BARCELONA. Diabetiker haben im Durchschnitt eine kürzere Lebenserwartung als Nichtdiabetiker. Das ist vor allem durch das hohe kardiovaskuläre Risiko bedingt. Weitere Ursachen für das erhöhte Sterberisiko haben jetzt Forscher aus Spanien ermittelt (Diabetes Care 2016; 39: 1987).

In der Studie wurden Gesundheitsdaten von 55.292 Probanden im Alter von 35 bis 79 Jahre ohne kardiovaskuläre Vorerkrankungen aus sieben Regionen Spaniens über zehn Jahre analysiert. Zu Studienbeginn waren BMI, Blutdruck, Glukose, Triglyzeride sowie HDL- und Gesamtcholesterin bestimmt worden.

Gut jeder sechste war Diabetiker (15,6 Prozent). Diese waren im Schnitt älter, rauchten seltener, hatten einen höheren BMI, einen höheren Blutdruck und höhere Triglyzeridwerte; zudem waren sie häufiger glykämisch und hyperton.

Risiko doppelt so hoch

Binnen zehn Jahre starben 1710 Nichtdiabetiker (3,8 Prozent) und 781 Diabetiker (9,1 Prozent). Die Diabetiker hatten nicht nur ein höheres allgemeines Sterberisiko, sondern sie schnitten auch bei den einzelnen Todesursachen – kardiovaskulär, krebsbedingt, andere Krankheits-Ursachen – schlechter ab, wobei der Einfluss anderer Faktoren wie Alter, BMI oder Rauchen berücksichtigt worden waren.

Das Risiko, an Herzinfarkt, Herzversagen oder Schlaganfall zu sterben, war bei Diabetikern doppelt so hoch wie bei Nicht-Diabetikern. Ebenfalls erhöht, wenn auch etwas weniger, war das krebsbedingte Sterberisiko. Gleiches galt auch für andere krankheitsbedingte Todesursachen. Frauen waren stärker gefährdet als Männer.

Nach Ansicht der Ärzte braucht es mehr und intensivere Präventionsbemühungen, um Diabetiker besser vor Begleiterkrankungen und den verbundenen Komplikationen bewahren zu können. (dk)

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