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FSME-Impfschutz hält offenbar bis zu fünf Jahre

FRANKFURT AM MAIN (mut/eis). Nach einer FSME-Grundimmunisierung reicht offenbar eine Auffrischimpfung alle fünf statt bisher alle drei Jahre aus. Und hatten Menschen schon seit mehreren Jahren keine Auffrischimpfung mehr, reicht ein einziger Booster. Das legen Zwischenergebnisse einer Impfstudie nahe.

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Beim Impfstoff Encepur® reichen bereits heute für Zwölf- bis 49jährige Booster alle fünf Jahre aus. Die erste Auffrisch-Impfung muß allerdings nach drei Jahren erfolgen.

Für die Vakzine FSME-IMMUN gilt das Schema zwar noch nicht in Deutschland, aber bereits in Österreich, und zwar für Menschen bis 60 Jahre. Grund für die Änderung im Nachbarland: In einer Studie hatten Menschen auch noch fünf Jahre nach der Impfung einen guten Immunschutz. Allerdings war die Studie recht klein.

    Empfehlungen zur Impfung könnten bald geändert werden.
   

Das Paul-Ehrlich-Institut in Langen hält die Daten bisher nicht für ausreichend, um die Impfempfehlungen für FSME-IMMUN in Deutschland zu ändern, berichtete Professor Reinhard Kaiser aus Pforzheim. Dies könnte sich ändern, wenn im Herbst die Ergebnisse einer deutschen Studie vorliegen. Erste Daten hat Kaiser jetzt auf einem Symposium in Frankfurt am Main vorgestellt.

In die Studie wurden bisher über 2100 gegen FSME geimpfte Menschen einbezogen, bei denen die Grundimmunisierung oder die letzte Auffrischimpfung länger als 4,5 Jahre zurücklag. Die meisten Teilnehmer hatten nur die Grundimmunisierung, bei 23 Prozent war die letzte Impfung 4,5 bis 5,5 Jahre her, bei 42 Prozent 5,5 bis 8 Jahre, bei 35 Prozent länger als 8 Jahre. Alle erhielten eine Auffrischimpfung mit FSME-IMMUN.

Die Zwischenauswertung von insgesamt 279 Patienten ergab, daß auch bei den Teilnehmern, bei denen die letzte FSME-Impfung schon über 8 Jahre zurücklag, meist noch ein Immunschutz bestand: Die Antikörperwerte lagen bei durchschnittlich 34 U/ml; ein Immunschutz besteht ab etwa 25 U/ml. Durch die einmalige Auffrischimpfung verdreifachte sich bei 52 Menschen der Antikörper-Wert von durchschnittlich 117 U/ml auf etwa 350 U/ml, bei 188 von durchschnittlich 30 auf 330 U/ml.

Bei 31 Menschen stieg er nur gering - sie hatten schon einen hohen Ausgangswert. Nur bei drei Probanden gab es keinen Anstieg. Insgesamt kam es bei 97 Prozent der Teilnehmer durch die Booster-Impfung zu einem ausreichenden Anstieg auf über 50 U/ml. "Auch nach mehr als acht Jahren genügt eine einzige Booster-Impfung, um den vollen Impfschutz wiederherzustellen", so Kaiser.

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