Direkt zum Inhaltsbereich

Erster Fall seit Ausbruch 2015

Fall von MERS-CoV in Südkorea

Ein Geschäftsreisender ist in Südkorea an MERS-CoV erkrankt. Gefahr für Touristen besteht aber wohl nicht.

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. Südkorea meldet den ersten an Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus (MERS-CoV) erkrankten Patienten seit dem Ausbruch im Jahr 2015, berichtet das CRM Centrum für Reisemedizin.

Der 61-jährige südkoreanische Geschäftsreisende hatte sich von Mitte August bis Anfang September in Kuwait aufgehalten und war via Dubai nach Südkorea zurückgekehrt. Vom Flughafen in Seoul aus begab er sich aufgrund von Durchfall, den er bereits in Kuwait gehabt hatte, sowie Symptomen einer Pneumonie direkt ins Krankenhaus. Dort diagnostizierten die Ärzte die Infektion mit MERS-CoV und verlegten den Patienten auf eine Isolationsstation. Derzeit zeige er keine kritischen Symptome wie Kurzatmigkeit und Blutdruckabfall, stehe aber unter Beobachtung, da nach etwa ein bis zwei Wochen erfahrungsgemäß eine Verschlechterung eintreten könne.

Das Koreanische Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention habe gemeldet, dass sich die wenigen Menschen, die zu dem Erkrankten engeren Kontakt hatten – wie Flugbegleiter und medizinisches Personal – derzeit zuhause in Quarantäne aufhalten, so Professor Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM in der Mitteilung des Centrums.

Zudem würden alle Flüge aus Ländern des Nahen Osten gegenwärtig als Vorsichtsmaßnahme unter Quarantäne gestellt, weil man davon ausgehe, dass der Erkrankte sich in Kuwait infiziert habe. "Die Verantwortlichen in Südkorea haben alle Maßnahmen ergriffen, um eine mögliche Verbreitung des Virus zu verhindern und einen Ausbruch wie im Jahr 2015 zu vermeiden", so Jelinek. Damals erkrankten 185 Menschen an MERS-CoV, 38 starben. "Vor dem Hintergrund der umgesetzten Maßnahmen schätzen wir eine Übertragung auf Touristen und Geschäftsreisende in Südkorea als äußerst unwahrscheinlich ein", betont der Reisemediziner.

Das CRM rät Reisenden dennoch, sich vor Abreise und im Land selbst zum aktuellen Stand zu informieren. Eine Reisewarnung der Weltgesundheitsorganisation liege derzeit nicht vor.

Eine Infektion mit MERS-CoV zeigt sich meist in Form einer Pneumonie. Häufige Symptome sind Fieber, Husten und Schwierigkeiten beim Atmen. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung beträgt drei bis 12 Tage, meistens erkranken die Patienten aber in weniger als sieben Tagen. (eb)

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Op-Risiko Augen-Herpes

Katarakt nicht zu schnell nach Herpes-Schub operieren

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion von Gilead Sciences beim DÖAK 2025 von links: Dr. Nazifa Qurishi, Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie, Gemeinschaftspraxis Gotenring Köln; Kelly Cavalcanti, HIV-Aktivistin und Referentin für Gesundheit und Empowerment, Köln, und Martin Flörkemeier, Senior Director Public Affairs, Gilead Sciences, München

© Gilead

Unternehmen im Fokus

HIV-Versorgung: Vertrauen in unruhigen Zeiten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Damit die Behandlung anschlägt

Intensivierung bei therapieresistenter Hypertonie: Wie vorgehen?

Fettleibigkeit beginnt im Gehirn

Adipositas: Wechselspiel zwischen Genetik, Hirn und Mikrobiom

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen

Lesetipps