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Farbstoff lässt Tumor vor Op leuchten

BERLIN (gvg). Ein leuchtender Fluoreszenzfarbstoff macht die Operation bei Patienten mit Blasenkarzinomen sicherer. Denn nach dem Anfärben erkennen die Chirurgen das Ausmaß der Tumoren sehr genau.

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Bei der Fluoreszenz-Endoskopie der Blase wird die Schleimhaut mit Hex-amino-Lävulinat (Hexvix®) gespült. Zellen von Blasenkarzinomen reichern die Substanz mit hoher Sensitivität an. Unter blauem Licht fluoreszieren sie dann rot, hat Privatdozent Dr. Frank König in Berlin beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie berichtet. Mit herkömmlicher Endoskopie dagegen sei besonders ein Carcinoma in situ (CIS) nicht zu identifizieren, sagte der niedergelassene Urologe, der für die Charité Berlin eine Spezialsprechstunde für Patienten mit Blasentumoren leitet.

Mit dem Fluoreszenzverfahren gelingt das problemlos: Die Sensitivität liegt weit über 95 Prozent. Der Tumor wird dann endoskopisch abgetragen, ohne dass unerkanntes Tumorgewebe zurück bleibt. Die Hoffnung ist, dass durch diese radikaleren Operationen die hohe Rezidiv- und Reoperationsquote bei Patienten mit Blasenkarzinom sinkt. "Zahlen liegen noch nicht vor, aber es ist plausibel", sagte König auf einer Veranstaltung von GE Healthcare. Einige Nachweise gibt es aber bereits: So identifizierten Urologen in einer Studie mit der Fluoreszenz-Zystoskopie knapp ein Drittel mehr Patienten mit CIS als beim Standardverfahren. Bei einem von fünf Patienten entschieden sie sich für eine aggressivere Therapie als ohne die Methode.

König plädierte dafür, dem Verfahren eine eigene Abrechnungsziffer im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu geben: "Es wird schon jetzt von den Kassen nach Einzelantrag bezahlt", so König. Die Vorteile der Fluoreszenz-Methode seien allerdings so groß, dass sie regulär erstattet werden sollte.

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