Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Fehlende Gesamtstrategie

Von Susanne Werner Veröffentlicht:

Die Ursachen für Übergewicht und Adipositas sind so vielfältig wie die Menschen, die darunter leiden. Dennoch gibt es eine einfache Formel: Wer dauerhaft energiereiche Lebensmittel zu sich nimmt, körperlich jedoch inaktiv ist, bringt schnell zu viele Pfunde auf die Waage. Das gilt für Berufstätige genauso wie für Schulkinder. Das Dicksein ist unter den Berufstätigen der Normalzustand, heißt es im Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Der Bericht gibt auch vorsichtige Hinweise, wie viele Kilos vermieden werden könnten. Schließlich geht die Zahl der übergewichtigen Schulanfänger in nahezu allen Bundesländern zurück. Aufklärungsprogramme und Interventionen, die vor gut zehn Jahren auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene in den Kitas gestartet wurden, scheinen zu wirken. Dennoch sehen die DGE-Experten darin keinen Grund zur Entwarnung. Schließlich wird mit der Schulzeit der sitzende Lebensstil erst eingeübt. Bis zum Teenager-Alter steigen die Prävalenzraten wieder deutlich an. Vereinzelte Präventionsangebote für den Nachwuchs reichen also nicht, um für alle gesundheitsfördernd gegenzusteuern. Gefragt sind umfassende politische Strategien, die ein Leben lang wirken, Schulen, Betriebe wie auch Stadtteile bewegungsfreundlich machen und den Zugang zu gesunden Lebensmitteln für alle erleichtern.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Adipositas mit und ohne Typ-2-Diabetes

Wann Inkretinmimetika für Kinder und Jugendliche?

Kardiometabolische Erkrankungen

Adipositas und Vorhofflimmern: Besteht ein direkter Zusammenhang?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Porträt: Dr. Jörg Sandmann | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

© Porträt: Dr. Jörg Sandmann | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Der hypogonadale Patient in der Hausarztpraxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter