Herzrhythmus-Störungen

Fischöl ist wohl doch kein Mittel gegen Vorhofflimmern

Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren scheint keine geeignete Strategie gegen Vorhofflimmern zu sein

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Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren bei Patienten mit Vorhofflimmern wird bezweifelt.

Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren bei Patienten mit Vorhofflimmern wird bezweifelt.

© HLPhoto / fotolia.com

CHICAGO (ob). Eine an Fisch reiche Ernährung gilt wegen der darin enthaltenden Omega-3-Fettsäuren als gesund für das Herz. Kleinere Studien waren zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Supplementierung dieser Fettsäuren auch einen günstigen antiarrhythmischen Effekt bei Patienten mit Vorhofflimmern haben könnte. In anderen Studien fanden sich für einen solchen Effekt aber keine Anhaltspunkte.

Um sich angesichts widersprüchlicher Daten endgültig Gewissheit zu verschaffen, haben Dr. Peter Kowey aus Wynnewood im US-Staat Pennsylvania und seine Mitarbeiter eine Studie konzipiert, in die sie 633 Patienten mit Vorhofflimmern aufgenommen haben.

Die Mehrzahl der Teilnehmer hatte paroxysmales, ein Fünftel persistierendes Vorhofflimmern. Für die Dauer von 24 Wochen schluckten die Probanden entweder Omega-3-Fettsäuren in relativ hoher Dosierung von 4 Gramm täglich oder ein entsprechendes Placebo-Präparat.

Die Ergebnisse der Studie zur Nahrungsergänzung hat der Kardiologe Kowey jetzt beim AHA-Kongress in Chicago vorgestellt.

Danach mussten die Untersucher am Ende feststellen, dass die vermutete antiarrhythmische Wirkung ausgeblieben war: Die Inzidenz von Arrhythmie-Rezidiven war bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern mit und ohne Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren gleich. Auch bei Patienten mit persistierendem Vorhofflimmern gab es keinen Unterschied.

Patienten mit Herzinsuffizienz, bei denen Vorhofflimmern häufig ist, waren von der Studie ausgeschlossen. Dass aber ausgerechnet bei ihnen eine Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren Wirkung zeigen könnte, bezweifelt Kowey: Er kenne keine Therapie, die bei weniger kranken Patienten versagt hat, bei schwer Erkrankten plötzlich wirksam ist.

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