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Reinhard Koselleck-Projekt

Fördergeld für Erforschung der Immunantwort

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FRANKFURT/MAIN. Professor Robert Tampé, Direktor des Instituts für Biochemie an der Goethe-Universität Frankfurt, erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 1,5 Millionen Euro für ein Reinhard Koselleck-Projekt. Mit diesem Programm fördert die DFG ausgewiesene Forscher, die innovative und im positiven Sinne risikobehaftete Forschungsprojekte beantragen. Tampé wird sich der Funktion des Immunsystems in und an der Oberfläche von Zellen widmen, teilt die Uni mit. Bekannt ist ja, dass infizierte Zellen eine Immunreaktion auslösen, indem sie die T-Zellen des Immunsystems auf sich aufmerksam machen.

Dazu werden die Antigene auf sogenannte Hauptgewebeverträglichkeitsmoleküle (MHC-I) übertragen und den T-Zellen präsentiert. Eine Schlüsselrolle in der Immunantwort spielen Editier- und Beladungskomplexe der MHC-I-Moleküle, die bisher jedoch nur rudimentär erforscht sind. „Viren haben umfangreiche Strategien entwickelt, um mit der Antigen-Beladung der MHC-I-Komplexe zu interferieren und so zu verhindern, dass T-Zellen auf sie aufmerksam werden. Im Rahmen des Koselleck-Projekts wollen wir Schlüsselprozesse der Antigen-Prozessierung aufklären“, so Tampé.

Der Forscher erwartet, dass Einblicke in die Organisation der Antigen-Qualitätskontrollstellen des Immunsystems den Weg ebnen werden für ein neues Verständnis von intrazellulären, mit der Zellmembran assoziierten Multiprotein-Komplexen sowie von Chaperon-Komplexen, die bei der Proteinfaltung im Endoplasmatischen Retikulum von Bedeutung sind. Langfristig sollten die Erkenntnisse neue Möglichkeiten für die Therapie von Infektionen, Autoimmunität, chronischen Erkrankungen und Krebs aufzeigen. (eb)

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