Frauen profitieren von Letrozol-Primärtherapie

NÜRNBERG (sto). Frauen in der Postmenopause, die einen Hormon-Rezeptor-positiven Brustkrebs haben und im Frühstadium der Erkrankung sind, profitieren von einer adjuvanten Behandlung mit dem Aromatasehemmer Letrozol.

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Diesen Nutzen des Aromatasehemmers belegen die ersten Ergebnisse der BIG 1-98 Studie, wie Privatdozent Dr. Michael Untch von der Universitätsfrauenklinik München-Großhadern gesagt hat. In der Studie wird die Wirksamkeit von Letrozol (in Deutschland Femara®) als Primärtherapie direkt nach der Op bei mehr als 8000 Frauen fünf Jahre lang mit der von Tamoxifen verglichen.

Nach einer medianen Beobachtungszeit von 26 Monaten war das Risiko, erneut an Brustkrebs zu erkranken, mit dem Aromatasehemmer im Vergleich zu Tamoxifen signifikant um relative 19 Prozent (351 versus 428 Ereignisse) verringert. Dies hat Untch bei einem Symposium des Unternehmens Novartis in Nürnberg berichtet.

Den größten Nutzen einer adjuvanten Primärtherapie mit Letrozol haben nach Untchs Angaben jedoch Frauen mit einem erhöhten Rezidivrisiko. Dies seien etwa nodalpositive oder aber zuvor chemotherapeutisch behandelte Frauen. Die Risikoreduktion betrug in diesen Gruppen 29 und 30 Prozent.

Bereits jetzt sei Letrozol im Anschluß an eine Tamoxifen-Therapie Bestandteil der Therapieempfehlungen der AGO-Leitlinien (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie) zu Brustkrebs, so Untch.

Damit werde hier ein Wandel bei den Therapieentscheidungen vollzogen. Dabei müsse jedoch beachtet werden, daß die Rate der Knochenbrüche unter Letrozol etwas höher ist als mit Tamoxifen. In BIG 1-98 betrug die Frakturrate 5,7 Prozent unter Letrozol, vier Prozent unter Tamoxifen.

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