Tag des Händewaschens

Frauen schlagen Männer am Waschbecken

Der Welttag des Händewaschens wirbt am 15. Oktober für Hygiene - und da gibt es einigen Nachholbedarf, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Veröffentlicht:
Richtiges Händewaschen ist wichtig, um Ansteckungen zu vermeiden.

Richtiges Händewaschen ist wichtig, um Ansteckungen zu vermeiden.

© Erwin Wodicka

BERLIN. Zumindest beim Händewaschen kann von Gleichstellung noch nicht die Rede sein: Frauen gaben in einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) "signifikant häufiger" als Männer an, sich die Hände zu waschen.

Das zeigen laut BZgA auch Studien der London School of Hygiene & Tropical Medicine mit rund 250.000 Besuchern von Raststätten-Toiletten. Ergebnis: Nicht einmal jeder dritte Mann benutzt dort Wasser und Seife - dafür aber 64 Prozent der Frauen.

Im Normalfall sind auf der Hand 100 Keime pro Quadratzentimeter, wie der Ärztliche Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene, Dr. Ernst Tabori, erklärt. Er betont aber: "Nicht die Zahl, sondern die Art der Keime ist entscheidend, ob wir krank werden."

Küche ist der Hotspot für Infektionen

Übrigens: "Die Küche ist der Hotspot für Infektionen - vielmehr als das Bad", sagt der Facharzt. Ihm zufolge finden sich auf dem Toilettensitz bis zu 300 Keime pro Quadratzentimeter. Auf dem Spülbecken sind es rund 30.000.

20 bis 30 Sekunden sind nach Angaben von Experten zum effektiven Händewaschen nötig. Nach einer BZgA-Umfrage von 2013 halten aber nur 38 Prozent der Deutschen so lange durch. Viele Menschen halten die Hände nur kurz unter laufendes Wasser.

Gründliches Händewaschen macht Keimquellen zunichte: Die Türklinke vom Bad ist nach BZgA-Angaben tatsächlich so gefährlich wie ihr Ruf. Und zwar dann, wenn sich der Vorgänger nicht die Hände gewaschen hat.

Spültaste des Klos als Infektionsquelle

Auch die Spültaste der Toilette könne eine Quelle für Erreger sein - etwa bei Magen-Darm-Infektionen.

Toilettenpapier verhindert, dass die Finger schmutzig werden. In Indien beispielsweise wird das allerdings gar nicht benutzt: Inder reinigen sich nach dem Toilettengang nämlich mit Wasser und der linken Hand. Bedenklich - oder?

"Die Frage der nachträglichen Säuberung ist entscheidend", sagt Tabori. Nur wenn hinterher Wasser und Seife zum Einsatz kämen, gehe das in Ordnung. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Ein junges Mädchen wird geimpft – gegen HPV? (Symbolbild mit Fotomodellen)

© milanmarkovic78 / stock.adobe.com

Vision Zero Onkologie

Die Elimination des Zervixkarzinoms

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ärztin im Gespräch mit einem Patienten

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Tipps für den Reha-Antrag

Vorsorge oder Reha: Was es für die Genehmigung durch die Kostenträger braucht

Menschen in der Börse gucken auf ihre Bildschirme.

© Seth Wenig/AP/dpa

Praxiswissen Geldanlage

Die Börsentrias: Geduld, Disziplin und Sparplan

Ein todkranker Patient liegt in einem Bett auf der Palliativstation im Krankenhaus.

© ARMMY PICCA / stock.adobe.com

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende