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Frühe Aneurysma-Diagnose per Ultraschall rettet viele Leben

CAMBRIDGE (gwa). Ein Ultraschall der Bauchaorta bei Männern ab 65 lohnt sich: Fünf Prozent haben ein Bauchaorten-Aneurysma (BAA) und werden entdeckt. Je nach Durchmesser werden Kontrollen oder wird gleich eine Op empfohlen. So kann fast jeder zweite Aneurysma-assoziierte Tod vermieden werden. Und elektive Eingriffe kosten weniger als Notfall-Operationen.

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Es gibt jetzt Langzeitdaten aus einer großen BAA-Screening-Studie, in der über 27 000 Patienten zwischen 65 und 74 Jahren geschallt worden waren. Die Beobachtungszeit betrug im Mittel sieben Jahre. In dieser Zeit starben 105 der 1335 Patienten mit durch Screening entdecktem BAA an Aneurysma-assoziierten Ursachen wie Ruptur oder postoperativ. In der Kontrollgruppe ohne Ultraschall starben mit 196 Patienten fast doppelt so viele an Aneurysma-assoziierten Ursachen (Ann Intern Med 146, 2007, 699).

Ein BAA wird ab einem Aorten-Durchmesser von 3 cm diagnostiziert. In der Studie wurden Patienten mit einem BAA-Durchmesser bis 4,4 cm jährlich sonografiert, bei einem Durchmesser von 4,5 bis 5,4 alle drei Monate. Ab 5,5 cm oder wenn der Durchmesser jährlich über 1 cm zunahm, wurde eine elektive Op empfohlen. Ähnliche Empfehlungen gibt es auch von Kollegen in Deutschland.

Aber: Die Empfehlungen beziehen sich nur auf Männer. Entdeckt man bei Frauen ein BAA, wird eher früher operiert. Denn Frauen haben schlankere Gefäße. Für eine Frau mit einem Aorten-Durchmesser von 1,3 cm bedeutet ein BAA von 5,5 cm eine Vervierfachung des Durchmessers; beim Mann mit einem Aorten-Durchmesser von 2 cm nur eine knappe Verdreifachung.

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