Früherkennung von Hepatitis B soll verstärkt werden

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"Hepatitis B? Am besten testen!" - das ist das Motto einer deutschlandweiten Aufklärungskampagne. Ab dem heutigen Welt-Hepatitis-Tag soll die Öffentlichkeit auf die Risiken der Hepatitis B aufmerksam gemacht und zum Test motiviert werden.

Die Symptome einer chronischen Hepatitis B sind unspezifisch. Die meisten Betroffenen wissen nichts von ihrer Infektion. Doch sie können ihre Mitmenschen unwissentlich anstecken. Denn das Virus ist hoch kontagiös und kann bis zu sieben Tage außerhalb des Körpers überleben (J Pediatric Health Care 13, 1999, 211). Nach Angaben der Deutschen Leberhilfe e.V. leidet weltweit jeder zwölfte Mensch an chronischer Hepatitis B oder C.

Plakate, ein Kino- und Radiospot mit den Comedians "Erkan und Stefan" in Großstädten, die Website www.HepB.de und Broschüren informieren die Öffentlichkeit über die Erkrankung und die Infektionswege.

Die Kampagne richtet sich auch ganz speziell an Hausärzte. "In der Praxis bleiben viele HBV-Infektionen unerkannt. Daher ist es entscheidend, dass Hausärzte, die regelmäßig mit erhöhten Leberwerten konfrontiert werden, auch an Hepatitis B denken", mahnt Professor Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Im Verdachtsfall sei das HBV-Screening beim Hausarzt der wichtigste Schritt, um die hohe Dunkelziffer nicht erkannter HBV-Infektionen zu senken. Jedem Patienten, bei dem erhöhte Transaminase-Werte festgestellt werden, sollte ein HBsAg-Test angeboten werden.

Die Kampagne "Hepatitis B? Am besten testen!" wird von der Deutschen Leberstiftung, der Deutschen Leberhilfe e.V. und dem Unternehmen Bristol-Myers Squibb getragen. Zentrale Plattform ist die Website www.HepB.de.

Außerdem gibt es eine Telefonsprechstunde der Deutschen Leberstiftung, in der Experten auch Fragen zu Hepatitis B beantworten. (Telefon 0 18 05 / 45 00 60, Montag bis Donnerstag, 14 bis 16 Uhr, 14 Ct/Minute aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise aus dem Mobilfunk).

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