Schilddrüse

Genetischer Hintergrund von Schilddrüsenhormonspiegeln weiter erforscht

Greifswalder Forscher haben Gene entdeckt, die Schilddrüsenhormone in die Zelle transportieren.

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GREIFSWALD. Wissenschaftler der Universität Greifswald haben zahlreiche Gene entdeckt, die den Spiegel von Schilddrüsenhormonen beeinflussen und zu einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenüber- und -unterfunktionen führen, teilt die Universität mit. Die Gene stellten potenzielle Ziele für die zukünftige Medikamentenentwicklung dar, heißt es in der Mitteilung.

Für die Studie seien Daten von mehr als 72.000 Personen untersucht worden. Dabei seien mehr als 100 Genorte entdeckt worden, die die genannten Schilddrüsenparameter beeinflussen, wobei etwa die Hälfte der gefundenen Verknüpfungen bisher unbekannt gewesen sei. In der Summe beeinflussten die schilddrüsenspezifischen genetischen Variationen das Risiko zur Bildung einer Struma, also einer Schwellung von Schilddrüsengewebe, aber auch andere Parameter wie Blutfettwerte, Körpergröße oder Nierenfunktion (Nature Comm 2018, 9, Article number: 4455).

Die gewonnenen Erkenntnisse verbesserten das Verständnis über die Funktion der Schilddrüse und sollen durch individuelle Risikoabschätzung effektivere Therapieansätze bei der Behandlung von Schilddrüsenfehlfunktionen liefern, heißt es weiter. Weiterhin ermöglichten die gefundenen Ergebnisse Analysen zum Ursache-Wirkungsprinzip von Schilddrüsenfunktion auf andere Krankheiten, ohne zwingend langwierige und kostenintensive klinische Studien durchführen zu müssen. (eb)

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