Suchtkrankheiten

Geschrumpfte Hirne können sich wieder erholen

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WÜRZBURG (dpa). Durch chronischen Alkoholmißbrauch atrophierte Hirne können sich teilweise wieder erholen, wenn die Trinker von der Flasche lassen.

Das berichtet eine internationale Forschergruppe um den Neurologen Dr. Andreas Bartsch von der Universitätsklinik Würzburg (Brain 130, 2006, 36). Die Forscher hatten 15 Teilnehmer zu Beginn der Abstinenz und sechs Wochen später mit bildgebenden Verfahren untersucht. Im Durchschnitt hatte das Hirnvolumen nach der Abstinenz um zwei Prozent zugenommen.

Auch die Konzentrationen von N-Acetyl-Aspartat und Cholin hätten um zehn bis 20 Prozent zugenommen - beides sind Marker für die kognitive Leistungsfähigkeit und die Hirnregeneration. Dieser Zuwachs ging einher mit verbesserter Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit. Bei einem Patienten, der seit 25 Jahren abhängig war, habe sich diese Regeneration hingegen nicht gezeigt.

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