Gesundes Leben stärkt das Gedächtnis

BERLIN (nsi). Lässt sich mit spezifischen Ernährungsweisen, mit Sport und Gehirnjogging einer Demenz vorbeugen? Die Antworten auf diese Frage sind widersprüchlich. Studiendaten liefern bislang zwar keine klaren Belege dafür, dass körperliche Bewegung, kognitives Training oder bestimmte Vitamine vor Demenz schützen. Doch zumindest gibt es einige Hinweise dafür.

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So weisen erste Daten einer Querschnittsuntersuchung an der Universität Münster darauf hin, dass ein gesunder Lebensstil mit einem verminderten Demenzrisiko einhergeht: Erste Ergebnisse der SEARCH-Health-Kohortenanalyse hat kürzlich Veronica Witte von der Universitätsklinik Münster auf dem Neurologenkongress in Berlin vorgestellt.

420 Teilnehmer im Alter zwischen 37 und 85 Jahren ohne Zeichen einer Demenz waren im Jahr 2004 mithilfe des Melderegisters der Stadt Münster ausgewählt worden. Bei der allgemeinärztlichen und neurologischen Eingangsuntersuchung wurden Blutdruck gemessen, ein EKG abgeleitet und eine kernspintomografische Aufnahme des Kopfes gemacht.

Klare Belege aus Studien stehen bisher noch aus.

Der Lebensstil wurde mit einer Skala mit maximal 25 Punkten bewertet. Sie setzte sich aus fünf Komponenten zusammen: Ernährung, Rauchen, Alkoholkonsum, Sport und Bewegung und BMI. Es waren jeweils fünf Punkte als Höchstwert für eine positive Lebensführung möglich. Die neuropsychologischen Untersuchungen umfassten einen Demenz-Test und standardisierte verbale Merk- und Lernfähigkeitstests.

Die Forscher stellten fest: Bessere Werte auf der Lebensstil-Skala (ab fünf Punkten Unterschied) korrelierten mit einer besseren Gedächtnisleistung, unabhängig von Alter oder Bildung. Jetzt wird die Studie prospektiv weitergeführt. Sollte bei Menschen mit einem gesunden Lebensstil die Demenzrate erniedrigt sein, wäre das ein noch stärkerer Hinweis darauf, dass gesunde Ernährung und viel Bewegung vor Demenz schützen.

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