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Epilepsie

Grippeähnliche Symptome bei Keto-Diät

Anhand von Einträgen in Online-Foren haben australische Wissenschaftler die Nebenwirkungen einer ketogenen Diät untersucht.

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Eine ketogene Diät kann zum Beispiel bei refraktärer Epilepsie bei Kindern hilfreich sein.

Eine ketogene Diät kann zum Beispiel bei refraktärer Epilepsie bei Kindern hilfreich sein.

© vasiliybudarin / Getty Images / iStock

Hobart. Eine ketogene Ernährung, also eine hohe Fett-, adäquate Protein- und geringe Kohlenhydratzufuhr, kann mit mehreren erkältungsähnlichen Symptomen in den ersten Wochen assoziiert sein. Das ist das Ergebnis einer Studie australischer Wissenschaftler (Front Nutr 2020, online 13. März).

Die Wirksamkeit einer ketogenen Ernährung ist bisher nur für refraktäre Epilepsie bei Kindern belegt. Meist wird sie aber eigenständig begonnen von Diabetes- oder Krebspatienten oder Menschen, die Gewicht verlieren möchten, heißt es in einer Mitteilung des Journals zur Studie.

Was bringt die Keto-Diät?

Hat der Körper nicht genügend Kohlenhydrate zur Verfügung, um sie in Glukose zu überführen, verstoffwechselt er Fettsäuren in der Leber zu Ketokörpern. Diese passieren die Blut-Hirn-Schranke und dienen als Energiequelle. Eine Ketose, also ein erhöhter Spiegel von Ketokörpern im Blut, ist mit einer niedrigeren Zahl von epileptischen Anfällen assoziiert.

Für die Studie werteten die Forscher 43 Online-Foren mit insgesamt 101 Einträgen zu Symptomen bei ketogener Ernährung sowie zu deren Schwere und Dauer aus. Im Ergebnis waren die häufigsten Symptome Erkältung, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Schwindel, gastrointestinale Beschwerden, Energielosigkeit und Unregelmäßigkeiten des Herzschlags.

Mehrere Symptome zusammen

Die meisten Symptome traten in der ersten Woche auf und klangen innerhalb von vier Wochen wieder ab. Ein Viertel der Nutzer beschrieb die Symptome als mild, 38 Prozent als moderat und 37 Prozent als schwer. Meistens traten mehrere Symptome zusammen in unterschiedlicher Ausprägung auf. Um die Symptome zu verringern, rieten Nutzer zu ausreichender Flüssigkeitsaufnahme und der Korrektur von Elektrolyt-Ungleichgewichten.

„Wir haben soziale Medien als Grundlage genommen, da Gesundheitsthemen dort weit verbreitet diskutiert werden und wir so einfach an die Erfahrungen von Menschen kamen, die diese Ernährungsweise probiert haben“, wird Erstautorin Dr. Emmanuelle Bostock vom australischen Menzies Institute for Medical Research in der Mitteilung zitiert. Die Studienergebnisse bestätigten Resultate früherer Studien. Die Forscher schränken ein, dass die Ergebnisse auf Selbstauskünften ohne Tests auf Ketokörper beruhen. (mmr)

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