Kommentar

Grippeschutz nur noch konventionell?

Von Wolfgang Geissel Veröffentlicht: 02.10.2012, 09:00 Uhr

Die Wirksamkeit herkömmlicher Grippe-Impfstoffe ist nicht ideal. Das gilt besonders bei alten oder chronisch kranken Menschen, denen die Prävention besonders empfohlen wird. Es ist daher nicht gerechtfertigt, die Grippe-Impfung - wie jetzt durch die Rabattverträge de facto geschehen - auf konventionelle Impfstoffe zu beschränken.

In den vergangenen Jahren sind einige besonders immunogene Vakzinen entwickelt worden: etwa adjuvantierte Impfstoffe, virosomale Impfstoffe (Koppelung der Antigene an leere Virushüllen), intradermale Impfstoffe sowie Lebendimpfstoffe als Nasenspray.

In Studien haben sich die Vakzinen im Vergleich zu konventionellen Präparaten - zumindest bei einem Teil der Patienten - als wirksamer erwiesen. Einige dieser Impfstoffe werden zudem seit Jahren breit eingesetzt und haben sich als sehr sicher herausgestellt.

Es ist Aufgabe der Ständigen Impfkommission (STIKO), anhand der Studiendaten Risikogruppen zu definieren, die von diesen Impfstoffen besonders profitieren können.

Und Ärzte sollten in Impfkampagnen für einen Patienten jeweils den Impfstoff auswählen dürfen, der sich nach ihrem Urteil für dessen Risikokonstellation am besten bewährt hat.

Lesen Sie dazu auch: Influenza-Experten gegen Rabatt-Verträge

Mehr zum Thema

ARE-Aktivität KW 12/2020

9878 Influenzafälle in KW 12

Neue RKI-Zahlen

Grippewelle hält an

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Herzinfarkt-Symptome im Alter öfter atypisch

Grund für späten Notruf?

Herzinfarkt-Symptome im Alter öfter atypisch

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden