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Gute Erfolge mit Akupunktur bei Knieschmerzen

KÖLN (iss). Bei Patienten mit chronischem Kreuz- oder Knieschmerz wirkt eine Akupunktur-Behandlung vermutlich besser als eine leitlinienbasierte Standardtherapie. Das geht zumindest aus den Daten der German Acupuncture Trials (Gerac), den großen Studien zur Wirksamkeit der Akupunktur, hervor.

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Der Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen hatte im Oktober 2000 entschieden, daß Akupunktur keine Kassenleistung ist. Die modellhafte Erprobung der Behandlung bei bestimmten chronischen Schmerzen wurde jedoch erlaubt. Mit Ausnahme der Ersatzkassen beschlossen alle Kassen ein gemeinsames Modellvorhaben, die Gerac-Studie. Sie wird von der Uni Bochum begleitet (wir berichteten).

Zur Wirksamkeit der Akupunktur bei chronischen Rückenschmerzen liegen die Endergebnisse vor, bei Kniegelenksschmerzen die Zwischenergebnisse. Für die Indikationen Migräne und Spannungskopfschmerz sollen die Auswertungen im Frühjahr 2005 folgen.

Für die Studien wurden die Patienten in Arztpraxen randomisiert in drei Gruppen eingeteilt: Eine wurde mit Akupunktur nach traditioneller chinesischer Medizin (TCM) behandelt, die zweite mit der Sham-Akupunktur, bei der die Nadeln an "falschen" Punkten eingestochen werden, die dritte nach einer Standardschmerztherapie ohne Akupunktur.

In der Studie zu Kniegelenksschmerzen wurde bei 51 Prozent der TCM-Patienten eine Abnahme der Schmerzen und eine Verbesserung der Kniegelenksfunktion nachgewiesen, bei der Sham-Behandlung waren es 48 Prozent und bei der Standardtherapie 28 Prozent. "Die Ergebnisse erlauben keine ursächliche Erklärung des Wirkmechanismus der Akupunktur", sagte Professor Hanns-Peter Scharf aus Mannheim.

Beim chronischen Kreuzschmerz führte die TCM-Akupunktur bei 71 Prozent der Patienten zum Erfolg, die Sham-Therapie bei 68 Prozent und die Standardtherapie bei 58 Prozent. Nach Einberechnen nicht erlaubter Zusatztherapien waren die Unterschiede zugunsten der Akupunktur-Behandlung noch deutlicher.

"Der über sechs Monate nachweisbare Effekt von Akupunktur führte zu einem geringeren Verbrauch an Medikamenten und weiteren Therapieformen im Nachuntersuchungszeitraum als unter Standardtherapie", so Dr. Michael Haake aus Regensburg.

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