Direkt zum Inhaltsbereich

Neue Daten

HIV-Infektionen gehen weltweit zurück

2018 haben sich weniger Menschen neu mit dem HI-Virus infiziert als dies im Jahr 2017 der Fall war.

Veröffentlicht:
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen waren 2018 rund 37,9 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen waren 2018 rund 37,9 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

© jarun011 / stock.adobe.com

GENF. 1,7 Millionen Menschen haben sich im Jahr 2018 weltweit mit dem HI-Virus infiziert, teilt das HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen UNAIDS mit. Das entspreche einem Rückgang um 16 Prozent im Vergleich mit dem Jahr 2010.

Insgesamt lebten 2018 nach UNAIDS-Schätzungen 37,9 Millionen Menschen weltweit mit dem Virus, das sei eine Million mehr als noch im Vorjahr.

Der Rückgang von HIV-assoziierten Toden sei vor allem auf medizinische Fortschritte in Ost- und Südafrika zurückzuführen, so UNAIDS. (mmr)

HIV-Epidemie verändert sich

Während die Zahl der globalen HIV-Neuinfektionen zurückgeht, hält der Aufwärtstrend neuer HIV-Infektionen in Osteuropa und Zentralasien an: Im vergangenen Jahr stieg dort laut UN-Bericht die Zahl der Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind, um 29 Prozent.

Insgesamt seien in der Region mit Russland, der Ukraine und rund einem Dutzend anderen Ländern etwa 1,7 Millionen Menschen mit HIV infiziert.

Auch im Nahen Osten und Nordafrika sowie in Lateinamerika nahmen die Infektionen zu. Nach wie vor sei Ost- und Südafrika aber die am stärksten von HIV betroffene Region, mit 20,6 Millionen Infizierten.

Dort mache aber vor allem Südafrika gute Fortschritte: Die Zahl der neuen Infektionen sei seit 2010 um 40 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Todesfälle sei im gleichem Umfang reduziert worden.

Vor zuviel Optimismus gewarnt

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) warnte im Zuge der UNAIDS-Veröffentlichung vor zuviel Optimismus: 2018 sei die Zahl der Aids-assoziierten Todesfälle kaum gesunken und noch immer erhielten viele Infizierte ihre Diagnose erst in einem späten Stadium der Erkrankung.

Aids sei vor allem ein Produkt von Vernachlässigung, kritisierte Dr. Gilles Van Cutsem von MSF: Die HIV-Grundversorgung erreiche selten vernachlässigte Länder oder vernachlässigte Bevölkerungsgruppen.

Die Epidemie konzentriere sich immer stärker auf die Risikogruppen: Mehr als die Hälfte der Neuinfektionen im Jahr 2018 betrafen Sexarbeiter, Drogenkonsumenten, Männer, die Sex mit Männern haben, Transgender-Personen und Gefängnisinsassen. (mmr/dpa)

Wir haben den Beitrag aktualisiert am 16.07.2019 um 15:12 Uhr.

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Statine, Inkretine und Co.

HIV und Herzgesundheit: Frühes Handeln ist entscheidend!

Infektionsschutz

RKI hat Ratgeber zu HIV-Infektion/AIDS aktualisiert

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Erfahrungsberichte aus ärztlicher Perspektive

DiGADocs: Hausärzte testen Digitale Gesundheitsanwendungen für Kollegen

Klassifikation von Herztönen nach Auskultation

Zusammenarbeit Mensch und KI: Das Vertrauen kann täuschen

Lesetipps
Richterhammer und Klemmbrett

© Andrii / Stock.adobe.com

Interview

EU AI Act: Was die neuen Transparenzpflichten für Praxen bedeuten

Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus

© iLexx / Getty images / iStock

Vergleich der Kreise

Wo MRSA-Infektionen besonders häufig sind

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram