HIV-Positive sollten mit dem Rauchen aufhören

MÜNCHEN (wst). Es ist wichtig HIV-positiven Menschen, eindringlich vom Rauchen abzuraten. Denn einiges spricht dafür, dass ihnen das Rauchen überdurchschnittlich schadet.

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Sowohl die Infektion als auch die meisten antiretroviralen Therapien können bekanntlich über negative metabolische Effekte das kardiovaskuläre Risiko von HIV-Patienten deutlich erhöhen. Daran hat Dr. Julian Falutz aus Montreal bei der 2. Münchner AIDS-Werkstatt erinnert. Um das erhöhte kardiovaskuläre Risiko zu kompensieren, sollte deshalb bei HIV-Patienten besonders auf einen herzschützenden Lebensstil geachtet werden. Die Patienten sollten sich möglichst viel bewegen, sich gesund ernähren - und vor allem nicht rauchen.

Bislang fruchte aber gerade dieser Appell an die Betroffenen offensichtlich wenig, sagte Falutz. Er stellte dazu Daten von über 23 000 HIV-Patienten aus den USA, Europa und Australien von der DAD-Studie (The Data Collection on Adverse Events of anti-HIV Drugs) vor. 56 Prozent der Studienteilnehmer rauchten. Das waren deutlich mehr als im Durchschnitt der Bevölkerung rauchen.

Dabei gibt es noch weitere HIV-spezifische Gründe als die Sorge um das Herz, die dafür sprechen, das Rauchen sein zu lassen. Wie bereits berichtetet, haben speziell Männer, die Sex mit Männern haben und zudem HIV-positiv sind, ein stark erhöhtes Risiko, ein Analkarzinom durch Papillomaviren zu entwickeln. Die Inzidenz hierfür liegt bei mehr als 90 pro 100 000 Personen pro Jahr.

Auch in diesem Fall scheint Rauchen ein bedeutsamer ätiologischer Kofaktor zu sein. Das hat Professor Herbert Pfister von der Universität Köln in einem weiteren Workshop zur Aids-Werkstatt betont.

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