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"HPV-Impfrate ist zu gering"

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HEIDELBERG (dpa). Gebärmutterhalskrebs könnte Experten zufolge nahezu verhindert werden - wenn sich alle jungen Frauen gegen die auslösenden Viren impfen ließen. Dass die Impfung helfe, sei nachgewiesen, "doch ich bin absolut unzufrieden mit der Impfrate", sagte Professor Harald zur Hausen bei einem dpa-Gespräch zum Weltkrebstag am 4. Februar. Nur knapp ein Drittel der Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren sei geimpft.

Zur Hausen forderte eine stärkere Aufklärung über das Thema und nahm dabei auch Gesundheitsministerien, Krankenkassen und Ärzte in die Pflicht. Diese würden derzeit "offenbar nicht ausreichend darüber informieren", sagte er. Die Krankenkassen übernehmen für junge Mädchen die Kosten für die Impfung, die bei rund 465 Euro liegen. Das sei zwar ein Batzen Geld, aber: "Vermeiden ist besser als später behandeln."

Die erste Bilanz der Impfungen sei außerordentlich positiv, sagte der Medizin-Nobelpreisträger. Die Zahl der Erkrankungen an Vorstufen des Krebses hätten sich deutlich reduzieren lassen, teilweise bis zu 45 Prozent. "Damit können wir davon ausgehen, dass auch die Zahl der Krebsfälle zurückgeht." Die Impfung gebe es erst seit rund acht Jahren, bis der Krebs ausbreche, vergehe eine längere Zeit.

Gründe für die Zurückhaltung bei den Impfungen sieht zur Hausen zum einen in einer "gewissen Verunsicherung" durch Berichte über mögliche Todesfälle. Diese stünden aber in keinem Zusammenhang mit einer zuvor erfolgten Impfung. Zudem seien die Nebenwirkungen nicht viel stärker als bei anderen Impfungen. "Zum anderen sträuben sich aber auch viele Eltern, mit Kindern über Krankheiten zu sprechen, die im Zusammenhang mit der Sexualität stehen."

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