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Harnsteine durch hartes Wasser?

Wer zu Harnsteinen neigt, soll viel trinken, heißt es oft. Dass dies aber das Gegenteil bewirken kann, zeigt eine iranisch-amerikanische Studie. Es kommt nämlich offenbar darauf an, welches Wasser man sich gönnt.

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Der Kalziumanteil im Urin war bei den Studienteilnehmern, die zu Harnsteinen neigen, deutlich höher, nachdem sie hartes Wasser getrunken hatten.

Der Kalziumanteil im Urin war bei den Studienteilnehmern, die zu Harnsteinen neigen, deutlich höher, nachdem sie hartes Wasser getrunken hatten.

© [M] Toilette: rorem/shutterstock.com | Steine: victorburnside/istockphoto.com

WINSTON-SALEM (EO). Patienten, die zu Harnsteinen neigen, empfiehlt man in der Regel, viel zu trinken, um einer weiteren Konkrementbildung vorzubeugen.

Dass dies das Gegenteil bewirken kann, hat die Studie eines iranisch-amerikanischen Teams gezeigt (Urology 2011; online 14. Dezember).

Studie mit 29 Männern

Die Forscher um Dr. Majid Mirzazadeh hatten zwei Gruppen mit Männern gebildet: 14 "Steinpatienten", bei denen entweder im Röntgenbild oder im CT Kalziumoxalatsteine oder andere kalziumhaltige Konkremente entdeckt worden waren, und 15 nachgewiesenermaßen steinfreie Kandidaten, die auf eine Harnröhren-Op warteten.

Den Probanden gab man über je zwei Tage Wasser unterschiedlicher Härte: zuerst weiches Wasser (110 mg/l), dann Leitungswasser (180 mg/l) und schließlich Mineralwasser (280 mg/l).

Nur bei den "Steinbildnern" stieg die Kalziumausscheidung (Ca/g-Kreatinin-Verhältnis im 24-h-Urin) nach den Tagen, an denen sie Leitungs- oder Mineralwasser getrunken hatten, signifikant an.

Offenbar unterschiedliche Mechanismen im Kalziumstoffwechsel

Auch war der Kalziumanteil im Urin bei den zu Harnsteinen neigenden Patienten deutlich höher, nachdem sie die härteren Wassersorten getrunken hatten. Es muss also unterschiedliche Mechanismen im Kalziumstoffwechsel geben, vermuten die Forscher.

Unterschiede fanden sich auch beim spezifischen Gewicht des Urins: Dieses war bei den Steinträgern signifikant höher, aber nur zum Ausgangszeitpunkt und nach den Weichwassertagen.

Magnesium, welches die Harnsteinbildung hemmt, wurde anfänglich von den konkrementfreien Patienten in deutlich höherem Maße ausgeschieden.

Hierin sahen die Forscher einen weiteren Schlüssel für das Problem. Der Magnesium-Kreatinin-Quotient im Urin war der einzige Parameter, in dem sich die beiden Gruppen zu Studienbeginn signifikant unterschieden hatten.

Nachdem die Teilnehmer die härteren Wassersorten getrunken hatten, glichen sie sich auch in der Magnesiumausscheidung wieder an.

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