Ehrung

Heinrich-Wieland-Preis für Göttinger Forscher

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MAINZ. Professor Reinhard Jahn erhält den internationalen Heinrich-Wieland-Preis 2014 für seine Arbeiten zu Membranfusion und Neurotransmitter-Ausschüttung - Prozesse, die unter anderem ablaufen, wenn Körperzellen wachsen, Stoffe transportieren oder Signale senden.

Mit dem 100.000-Euro-Preis ehrt die Boehringer Ingelheim Stiftung die herausragenden Leistungen des Direktors am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.

Zum 50. Jubiläum des Preises veranstaltet die Stiftung am 21. Oktober in München zusätzlich zur Preisverleihung ein Symposium, wie die Stiftung mitteilt. Rund 100 Milliarden Nervenzellen drängen sich im menschlichen Gehirn und tauschen ständig Signale miteinander aus.

Damit die in Vesikeln gespeicherten Neurotransmitter in den synaptischen Spalt gelangen, müssen die Vesikel ja die Außenhülle der Zelle passieren, ohne diese zu durchbrechen, sonst könnte die Zelle absterben.

Daher verschmelzen die Membranen, die Hüllen von Vesikel und Zelle nahtlos miteinander - sie fusionieren. Dieser Prozess der Membranfusion läuft nicht nur im Gehirn ab, sondern in allen Körperzellen, wenn sie wachsen, Materialien transportieren oder Hormone ausschütten. Seit den frühen 1980er Jahren hat Reinhard Jahn das Verständnis dieser grundlegenden Prozesse beständig erweitert. (eb)

Mehr Infos zum Symposium gibt es im Internet auf: www.heinrich-wieland-preis.de

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