Kommentar

Hepatitis B braucht mehr Engagement

Von Wolfgang GeisselWolfgang Geissel Veröffentlicht:

Etwa ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland hat ohne Hepatitis-B-Impfung die ersten Sexualkontakte. So waren in der KiGSS-Studie nur 58 Prozent der Jugendlichen gegen das Hepatitis-Virus geimpft. Das ist bedenklich, denn der Schutz ist wegen des erhöhten Infektionsrisikos durch sexuelle Beziehungen mit mehreren Partnern in diesem Lebensabschnitt besonders wichtig.

Deutschland gehört zwar zu den Regionen mit niedriger Hepatitis-B-Inzidenz. In anderen Ländern sieht das aber ganz anders aus: Nach dem Rauchen ist das Hepatitis-B-Virus weltweit die häufigste Einzelursache für eine Krebserkrankung.

Bis zu 25 Prozent der chronisch Hepatitis-B-Infizierten bekommen nämlich ein hepatozelluläres Karzinom. Und ist ein Mensch erst chronischer Virusträger, dann hat er - anders als bei Hepatitis C - kaum eine Möglichkeit, mit einer Therapie das Virus wieder loszuwerden.

Das 1995 gestartete Impfprogramm bei Säuglingen hat die Hepatitis-B-Inzidenz bei Kindern stark verringert. Um auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Schutz zu verbessern bleibt es wichtig, bei jedem Kontakt zu einem jungen Menschen den Schutz zu überprüfen und Impflücken zu schließen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Unwissen macht den Sex gefährlich

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