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Hepatitis-Impfungen unter Zeitdruck - wer bezahlt?

Veröffentlicht:

Ein Kollege fragt im Internet: Wird eine Hepatitis-A- und -B-Impfung bei Flugbegleitern im internationalen Einsatz vom Arbeitgeber getragen?

Dr. Jan Leidel: Hier gibt es nach meinen Recherchen keine einheitliche Vorgehensweise. Flugbegleiter im internationalen Einsatz sind sicher in erhöhtem Maße durch eine Hepatitis A gefährdet. Hier würde ich eine Übernahme der Kosten für die Impfung durch den Arbeitgeber eigentlich erwarten.

Schließlich handelt es sich um einen "berufsbedingten Auslandsaufenthalt". Bei der Hepatitis B vermag ich die berufliche Gefährdung weniger leicht zu erkennen. Wie gesagt, eine einheitliche Handhabung scheint es nicht zu geben. Manche Arbeitgeber gewähren einen Zuschuss zu den Impfkosten, andere tun das nicht.

Eine Kollegin fragt im Internet: Welches Schema ist für die Reiseimpfung gegen Hepatitis A und B unter Zeitdruck zu empfehlen? (Die Reise findet in vier Monaten statt):

  • Nur die erste und zweite Impfung (ein Monat Abstand) mit Kombiimpfstoff, die dritte Impfung entweder während der Reise (wird schwierig!) oder danach?
  • Schnellimmunisierung nach Empfehlung des Herstellers (und dann eine vierte Impfung nach einem Jahr)? Falls ja: wann genau vor Antritt der Reise durchführen?
  • Modifizierte Schnellimmunisierung: zum Beispiel sofort die erste Impfung, die zweite Impfung nach einem Monat und dann die dritte Impfung etwa zwei Wochen vor Antritt der Reise? Falls ja: Wann wäre dann eine vierte Impfung empfehlenswert?

Privatdozent Tomas Jelinek: Für die Reise ist es völlig ausreichend, wenn die ersten beiden Impfungen gegen Hepatitis A und Hepatitis B gegeben werden. Danach besteht ein guter Impfschutz. Die Folgeimpfung nach 6 bis 18 Monaten dient vor allem dazu, den Langzeitschutz zu zementieren. Diese können Sie bequem nach Rückkehr von der Reise geben.

Ärztemerkblätter zu Hepatitis A und B gibt es unter www.rki.de, "Infektionskrankheiten A-Z". Reisemedizinische Infos auf: www.crm.de

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