Herzschwäche

Herzschwäche-Therapie wie bei Spitzensportlern

Die Elite der Ausdauersportler verbessert so ihre Leistungskraft - warum nicht auch Patienten mit Herzinsuffizienz? Die Rede ist vom Höhentraining unter Bedingungen mit extrem "dünner" Luft.

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Höhenluft bekommt auch Patienten mit Herzinsuffizienz ganz gut.

Höhenluft bekommt auch Patienten mit Herzinsuffizienz ganz gut.

© M. Business Images / shutterstock.com

ORLANDO (DE). Was Spitzenathleten recht ist, kann Patienten mit Herzinsuffizienz nur billig sein: Ein simuliertes Höhentraining unter hypoxischen Bedingungen bessert Fitness und Wohlbefinden, ohne die Patienten zu gefährden, so das Ergebnis einer beim Kongress der American Heart Association (AHA) präsentierten Pilotstudie.

Lange Zeit galt bei Patienten mit Herzinsuffizienz der Grundsatz der körperlichen Schonung. Diese Regel gilt längst nicht mehr. Regelmäßige körperliche Belastung ist therapeutisch empfehlenswert für Patienten mit stabiler Herzinsuffizienz.

Denn gute Belastbarkeit und entsprechende Selbstständigkeit im täglichen Leben ist für viele Patienten die entscheidende Determinante einer guten Lebensqualität.

Eine Forschergruppe aus New York wollte einen besonders guten Trainingseffekt erzielen und schielte hinüber zum Spitzensport: Dort absolvieren Ausdauerathleten regelmäßig ein Höhentraining, um ihrer Leistung zu steigern. Ob dies auch bei Herzinsuffizienz funktioniert, testeten sie in einer kleinen Studie.

Belastung im mobilen Höhentraining-Simulator

Zwölf Patienten mit Herzinsuffizienz absolvierten innerhalb von drei Wochen zehn Trainingseinheiten von drei bis vier Stunden Dauer unter "normobaren, hypoxischen" Bedingungen. Dies fand nicht in den Bergen statt, sondern in einem mobilen Höhentraining-Simulator der Firma Hypoxico, New York.

Der Herzsport begann in einer Höhe von 1500 Meter und wurde von Trainingseinheit zu Trainingseinheit um jeweils 300 Meter bis auf 2700 Meter gesteigert.

Eine Reihe von körperlichen Leistungsparametern besserte sich während der Trainingsperiode. Diese Veränderungen hielten auch noch vier Wochen nach Trainingsende an.

Innerhalb von drei Wochen erhöhte sich die Ejektionsfraktion von 31,7 Prozent auf 34,4 Prozent und in den vier Wochen nach Trainingsende nochmal auf 36,1 Prozent.

Mehr Kraft, mehr Sauerstoff

Die maximale Sauerstoffaufnahme nahm signifikant von 13,5 auf 14,5 mL/kg/min zu. Im 6-Minuten-Gehtest verbesserten sich die Patienten ebenfalls signifikant von 387 auf 441 Meter.

Auch die Muskelkraft stieg signifikant an, ebenso ein Score, der die Lebensqualität bei Herzinsuffizienz quantifiziert (Minnesota Living with Heart Failure Score, Verbesserung von 34 auf 23). Außerdem zeigte sich ein Trend zur Vermehrung der roten Blutkörperchen.

Nach den Worten des Studienautors Dr. Simon Maybaum, Montefiore Medical Center New York, verbessert Höhentraining unter anderem den Sauerstofftransport in die Peripherie, eines der Hauptprobleme von Patienten mit Herzinsuffizienz.

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