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Kommentar

Hoffnung bei schwerer Adipositas

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Mit morbid adipösen Patienten zu arbeiten, ist schwierig. Betroffene mögen besten Willens sein, Diät zu halten und sich mehr zu bewegen. Dauerhaft abspecken können sie aber auch bei großen Anstrengungen nur selten.

Vielen Adipösen bleibt daher nur die Chirurgie als Ausweg. Nach den Eingriffen schmilzt nicht nur das Körpergewicht dahin, es werden nach Studiendaten meistens auch Begleiterkrankungen wie Diabetes, Hypertonie, Fettleber und Arthrose minimiert.

Die Operationen sind allerdings nur erfolgreich, wenn sich eine lebenslange Nachsorge anschließt. Betroffene müssen sich mit einem winzigen Restmagen vollwertig ernähren lernen.

Mikronährstoffe sind zu substituieren, Mangelzustände zu überwachen. Oft ist eine psychische Betreuung der oft seit der Kindheit stigmatisierten Menschen nötig.

Bisher gibt es nur wenige spezialisierte Zentren für die Eingriffe und die Betreuung. Und auch weil die Finanzierung der Therapien in Deutschland nicht gesichert ist, sind morbid adipöse Menschen noch massiv unterversorgt.

Das sollte sich ändern: Nach ersten Hinweisen ist ein solches Konzept bei Adipositas kosteneffektiv, weil Folgekrankheiten gelindert oder vermieden werden.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Magenbypass ist keine Lifestyle-Chirurgie, doch der Erfolg hat seinen Preis

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