Schweinegrippe

Veröffentlicht: 16.06.2009, 14:44 Uhr

Experten vermuten, H1N1 wird sich weitgehend asymptomatisch ausbreiten

NEU-ISENBURG (mut). Nach dem Tod einer Britin durch das neue H1N1-Virus rechnen Virologen mit weiteren Todesfällen in Europa. Zugleich schätzt die WHO die Pathogenität des Erregers ähnlich hoch ein wie bei einer saisonalen Grippe.

Die WHO geht auf ihrer Homepage davon aus, dass das neue Virus ähnlich oft zu schweren Erkrankungen führen wird wie die saisonale Influenza. Daran sterben weltweit etwa 500 000 Menschen pro Jahr. Sorgen bereitet der Organisation jedoch die Beobachtung, dass schwere und fatale Verläufe auch bei jungen Menschen beobachtet werden - bei saisonaler Influenza sterben vor allem alte und geschwächte Menschen.

Von einem eher gemäßigten Verlauf der H1N1-Pandemie gehen Deutsche Experten aus. Der Virologe Professor Peter Wutzler aus Jena vermutet, dass sich H1N1 weitgehend asymptomatisch in der Bevölkerung ausbreiten wird. Das sei sogar ein Vorteil: So könne es zu einer Durchimmunisierung der Bevölkerung kommen, die bei weiteren Ausbreitungswellen schützt.

Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC gehen ebenfalls von inzwischen mehreren hunderttausend Infizierten aus, die keine oder nur milde Symptome haben.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Pandemie - und keiner merkt’s

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Was wir jetzt zu COVID-19 erforschen müssen

„CoronaUpdate“-Podcast

Was wir jetzt zu COVID-19 erforschen müssen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden