Direkt zum Inhaltsbereich

Hohe Impfraten bei Babys, große Impflücken bei älteren Kindern

BERLIN (eis). In den ersten Lebensjahren gibt es bei Kindern in Deutschland hohe Impfraten. Viele Auffrischimpfungen unterbleiben jedoch und versäumte Impfungen werden nicht nachgeholt, wie der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) belegt. Jeder Kontakt mit Kindern und Jugendlichen sollte daher zum Impfen genutzt werden.

Veröffentlicht:

Es hapert daran, dass oft nicht rechtzeitig geimpft wird und Auffrischungen fehlen, wie Dr. Christina Poethko-Müller und ihre Kollegen vom Robert-Koch-Institut in Berlin berichten (Bundesgesundheitsbl 5/6, 2007, 851).

Beispiel Tetanus: 98 Prozent aller Kinder ab zwei Jahre und aller Jugendlichen haben eine Grundimmunisierung, was die hohe Akzeptanz der Impfung belegt. Aber nur 78 Prozent der über Zweijährigen sind altersgerecht geimpft, und die erste Auffrischung haben im empfohlenen Alter von sechs bis sieben Jahre nur 57 Prozent erhalten.

Ähnlich ist das Bild bei Masern: Fast 94 Prozent der Kinder ab zwei Jahren und der Jugendlichen sind einmal gegen Masern geimpft, aber nur 74 Prozent haben die zweite Impfung. Es gibt daher weiter Ausbrüche, und Deutschland ist bei der von der WHO bis 2010 angestrebten Masernelimination Schlusslicht in Europa.

Bedenklich ist auch die niedrige Impfrate gegen Hepatitis B bei Jugendlichen ab 14 Jahre von nur 58 Prozent. Der Schutz ist wegen des erhöhten Infektionsrisikos durch sexuelle Beziehungen in diesem Alter wichtig. Gegen Pertussis haben sogar nur 36 Prozent der über 14-Jährigen vollen Impfschutz.

Mit der KiGGS-Studie gibt es in Deutschland erstmals repräsentative Daten zu Impfraten bei Kindern und Jugendlichen. Ausgewertet wurden die Impfbücher von bundesweit 16 460 Probanden.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

© Lu ShaoJi | Getty Images

Grippeimpfstoff-Forschung

Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine schwangere Frau hält sich die rechte Bauchseite und telefoniert.

© T Mdlungu/peopleimages.com / Stock.adobe.com

Kasuistik

Schwangere mit akutem Abdomen: Der Blinddarm war es diesmal nicht

Bluttest

© NiDerLander / stock.adobe.com

Demenz erkennen

Neuer Ansatz für eine Alzheimer-Diagnostik mittels Bluttests