Immuntherapie bei Pollenallergie nicht zu kurz!

NEU-ISENBURG (ikr). Bei Patienten mit Gräserpollenallergie lassen sich die Ergebnisse einer spezifischen Immuntherapie noch weiter optimieren, wenn über das zweite Jahr hinaus behandelt wird. Das belegen aktuelle Studiendaten mit einem hochdosierten Depotallergoid.

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In der Studie wurde im Anschluss an eine randomisierte, Placebo-kontrollierte Studie mit 154 Patienten mit Gräserpollen-Allergie bei 61 Patienten der Verumgruppe die Behandlung für ein weiteres Jahr fortgesetzt. Für die Immuntherapie wurde das hochdosierte, hypoallergene 6-Gräserpollen-Allergoid Allergovit® subkutan appliziert. Die Patienten erhielten im 3. Jahr im Mittel neun Injektionen vor der Pollensaison.

Im Vergleich zu den beiden Jahren davor hatten sich die Behandlungsergebnisse im dritten Jahr weiter gebessert. Das heißt: Die Symptome und der Verbrauch an Medikamenten wie Antihistaminika hatten sich nach einem Punkte-Score signifikant von 174 Scorepunkten im zweiten Jahr auf 131 Punkte im dritten Jahr reduziert, wie das Unternehmen Allergopharma mitteilt. Nahezu 43 Prozent der Patienten benötigten während der dritten Pollensaison keine antiallergische Medikation mehr. Der Gräserpollenflug sei im zweiten und dritten Behandlungsjahr ähnlich lange und intensiv gewesen.

Das Allergoid wurde gut vertragen. Lokale Reaktionen traten nach 5,5 Prozent der Injektionen auf. Bei fünf Patienten traten systemische Reaktionen einschließlich Urtikaria, Giemen und Augenjuckreiz auf. Schwere unerwünschte Wirkungen wie Anaphylaxie wurden nicht beobachtet.

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