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Impfen erfordert Überzeugungsarbeit

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

In Deutschland sind immer noch viel zu wenige Menschen geimpft. Das hat kürzlich Gesundheitsministerin Ulla Schmidt betont und auf die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern niedrigen Impfraten hingewiesen.

Als Grund für die Defizite wird immer wieder Impfmüdigkeit in der Bevölkerung angeführt, was aber zu kurz greift. Säuglinge werden nämlich in Deutschland inzwischen gut mit Schutzimpfungen erreicht. Doch schon nach dem ersten Lebensjahr gehen die Impfraten zurück und mit wachsendem Alter bei Jugendlichen und Erwachsenen werden die Lücken immer größer.

Der Einfluss von eingefleischten Impfgegnern ist dabei nur ein kleiner Teil des Problems, sie machen nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung aus. Es gibt jedoch viele impfkritisch eingestellte Menschen, die einen Teil der Impfungen ablehnen. Und einem großen Teil der Bevölkerung ist Impfschutz relativ egal.

Viel Überzeugungsarbeit ist nötig, damit Eltern langfristig bei ihren Kindern auf einen guten Impfschutz achten und auch Erwachsene die empfohlenen Impfungen für sich annehmen. Diese Arbeit kann von niedergelassenen Ärzten nicht allein geleistet werden. Mehr Impfkampagnen und neue Strategien für Nachholimpfungen wären dafür nötig.

Lesen Sie dazu auch: Experten beantworten Ärzten Fragen zum Thema Impfen

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