Kommentar

Impfen erfordert Überzeugungsarbeit

Von Wolfgang GeisselWolfgang Geissel Veröffentlicht:

In Deutschland sind immer noch viel zu wenige Menschen geimpft. Das hat kürzlich Gesundheitsministerin Ulla Schmidt betont und auf die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern niedrigen Impfraten hingewiesen.

Als Grund für die Defizite wird immer wieder Impfmüdigkeit in der Bevölkerung angeführt, was aber zu kurz greift. Säuglinge werden nämlich in Deutschland inzwischen gut mit Schutzimpfungen erreicht. Doch schon nach dem ersten Lebensjahr gehen die Impfraten zurück und mit wachsendem Alter bei Jugendlichen und Erwachsenen werden die Lücken immer größer.

Der Einfluss von eingefleischten Impfgegnern ist dabei nur ein kleiner Teil des Problems, sie machen nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung aus. Es gibt jedoch viele impfkritisch eingestellte Menschen, die einen Teil der Impfungen ablehnen. Und einem großen Teil der Bevölkerung ist Impfschutz relativ egal.

Viel Überzeugungsarbeit ist nötig, damit Eltern langfristig bei ihren Kindern auf einen guten Impfschutz achten und auch Erwachsene die empfohlenen Impfungen für sich annehmen. Diese Arbeit kann von niedergelassenen Ärzten nicht allein geleistet werden. Mehr Impfkampagnen und neue Strategien für Nachholimpfungen wären dafür nötig.

Lesen Sie dazu auch: Experten beantworten Ärzten Fragen zum Thema Impfen

Mehr zum Thema

Gastbeitrag von zwei Anwälten

3G-Regel in der Arztpraxis birgt rechtliche Gefahren

Corona-Splitter der KW 42/2021

Dritte Impfung mit Comirnaty® frischt Schutz zuverlässig auf

Corona-Studien-Splitter

Dritte Impfung mit Comirnaty® frischt Schutz zuverlässig auf

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Claudia Vollbracht, Humanbiologin und medizinische Wissenschaftlerin beim Unternehmen Pascoe

© [M] Privat; Levan / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie Vitamin-C-Infusionen bei COVID-19 helfen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
„Zweiklassenmedizin“ aus Infektionsschutzgründen? Separieren dürfen Kassenärzte ungeimpfte Patienten. Ablehnen dürfen sie sie nicht.

© Dwi Anoraganingrum / Geisler-Fotopress / picture alliance

Gastbeitrag von zwei Anwälten

3G-Regel in der Arztpraxis birgt rechtliche Gefahren

Was passiert in der Niere? Wie werden Laborbefunde, die den Verdacht auf eine Nierenerkrankung aufkommen lassen, richtig interpretiert? Bei der practica gab‘s Tipps.

© Peakstock / stock.adobe.com

Tipps von Kollegen

Welcher chronisch Nierenkranke muss zum Nephrologen?