Impfstoff gegen Brustkrebs in Phase-II-Studie erfolgreich getestet

SAN ANTONIO (nsi). Eine aktive Immunisierung gegen ein Tumor-Antigen wurde in einer Phase-II-Studie mit Brustkrebs-Patientinnen erfolgreich getestet. Die Zahl der Patienten mit Rückfällen nach einer kompletten Remission konnte um mehr als die Hälfte verringert werden.

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Die Ergebnisse dieser nicht-randomisierten Studie sind jetzt beim San Antonio Breast Cancer Symposium in San Antonio im US-Bundesstaat Texas vorgestellt worden. Von den 187 Studienteilnehmerinnen hatten 81 Frauen Metastasen in den Lymphknoten. Die übrigen hatten lokal fortgeschrittene, aber nicht fernmetastasierte Mamma-Karzinome.

Wie Dr. George Peoples vom Brooke Army Medical Center in Houston auf der Tagung berichtete, war es zunächst gelungen, durch eine Operation und die anschließende Chemotherapie eine komplette Remission zu erzielen. Das bedeutet, dass mindestens vier Wochen lang keine Tumorläsionen nachweisbar waren. Dann wurden die Frauen geimpft.

Innerhalb einer Beobachtungszeit von 24 Monaten kam es bei 16 Prozent der ungeimpften Frauen zu einem Rückfall, Tumorzellen waren wieder nachweisbar. In der Gruppe der geimpften Frauen lag dieser Anteil aber nur bei 8,3 Prozent. Die Sterberate innerhalb des Studienzeitraums von im Mittel zwei Jahren betrug ein Prozent in der Gruppe der geimpften, jedoch fast fünf Prozent bei den nicht geimpften Frauen.

Es wurden lediglich unerwünschte Effekte an der Injektionsstelle beobachtet. Bis zu knapp zwei Prozent der T-zytotoxischen Zellen aus dem peripheren Blut der geimpften Frauen seien spezifisch für das Impf-Antigen gewesen, berichtete Peoples. Das ist der Hinweis, dass das Immunsystem das Impfantigen erkannt hat.

"Bei allen Einschränkungen einer nicht-randomisierten Studie mit zum Teil suboptimalen Dosierungen der Vakzine: Das Ergebnis war statistisch signifikant und ist so ermutigend, dass im Sommer eine große Phase-III-Studie mit Unterstützung der Federal Drug Agency anlaufen wird", so Peoples. Sinnvoll könne die Immunisierung für alle Frauen nach überwundener Krankheit, aber mit erhöhtem Rezidivrisiko sein. Die Studie erfolgte in Kooperation mit dem MD Anderson Cancer Center in Houston.

102 Studienteilnehmerinnen waren positiv für das Gewebeverträglichkeitsantigen HLA-A2 (Major Histocompatibility Complex, MHC). 85 Studienteilnehmerinnen hatten dieses Gewebemerkmal nicht. Sie hatten eine ähnliche Anamnese wie die HLA-A2-positiven Frauen und bildeten die Kontrollgruppe.



STICHWORT

Impfung gegen Brustkrebs

Der Impfstoff gegen Brustkrebs besteht aus einem Eiweißmolekül mit der Bezeichnung E75. Es ist ein immunogenes Bruchstück des Tumorantigens Her2 / neu, das von den Krebszellen der Studienteilnehmer übermäßig synthetisiert wird. Der Impfstoff wurde intradermal in verschiedenen Dosierungen zusammen mit dem Zellwachstumsfaktor GM-CSF verabreicht. Die Immunantwort auf E75 hängt davon ab, ob der Zellmarker HLA-A2 vorhanden ist. In einer Phase-III-Studie soll ein weiteres Antigen für eine bessere Immunantwort hinzugefügt werden. (nsi / ple)

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