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Kommentar

Impft Kinder, das schützt die Alten!

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Wie kann man alte Menschen vor einer tödlich verlaufenden Influenza-Infektion am besten schützen? In dem man ihre Enkel impft. Die Herdenimmunität bewahrt sie mitunter besser vor einer Erkrankung als eine direkte Impfung, denn diese ist ja bekanntlich bei alten Menschen nicht so immunogen wie bei jungen. Daran sollte man auch bei einer Pandemie denken: Hier legen die Behörden aber nach wie vor den Fokus auf Risikogruppen, nicht auf die Hauptverbreiter der Viren.

Dass es aber gerade die Herdenimmunität ist, die Risikogruppen mit am besten schützt, wurde nun in einer bemerkenswerten Interventionsstudie deutlich gezeigt - zuvor gab es meist nur Computermodelle oder retrospektive Analysen - etwa zur vorübergehenden Impfpflicht von Schülern in Japan: Die Zahl der Influenza- und Pneumokokkentoten ging dabei gerade unter Erwachsenen drastisch zurück.

Am besten wäre es daher, man würde nicht nur Oma und Opa, sondern die ganze Familie gegen Influenza impfen. In den USA hat man dies kapiert: Dort wird jetzt allen Menschen im Alter über sechs Monaten die Influenza-Impfung empfohlen. Es wird Zeit, dass man sich auch in Deutschland für einen solchen Schritt entscheidet.

Lesen Sie dazu auch: Kinderimpfen schützt auch Erwachsene

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