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Virologie

Infektionen mit West-Nil-Virus im Frühjahr befürchtet

Ein Experte warnt, Mücken, die das West-Nil-Virus übertragen, könnten in Deutschland überwintern und im Frühjahr neue Infektionen auftreten.

Veröffentlicht:

Leipzig. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland erstmals einige durch Mücken übertragene Infektionen mit dem West-Nil-Virus beim Menschen registriert. Der Virologe Professor Thomas Vahlenkamp von der Universität Leipzig warnt nun in einer Mitteilung seiner Universität: „Es ist vorstellbar, dass infizierte Mücken bei uns in Räumen oder Ställen überwintern und das Virus ab dem Frühjahr weiter übertragen.“

Die steigenden Temperaturen aufgrund der Klimaerwärmung könnten ein Grund für die zunehmende Verbreitung des Virus in Mitteleuropa und neuerdings auch in Deutschland sein.

In der Humanmedizin gebe es derzeit keine prophylaktische Therapie, keine Impfung, um einer Infektion mit dem West-Nil-Virus vorzubeugen, erinnerte Vahlenkamp aus Anlass des diesjährigen Leipziger Tierärztekongresses, bei dem das Thema West-Nil-Virus unter anderem behandelt wird. Mückenstiche möglichst zu verhindern, sei die einzige Möglichkeit der Vorbeugung.

Während die Infektion beim Menschen meist harmlos verläuft und nur bei alten und immunschwachen Menschen Fieber, Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall eine Enzephalitis auslösen kann, endet die Erkrankung bei Pferden und Vögeln oft tödlich. (eb)

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