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Irinotecan ist gut mit Antikörpern kombinierbar

BERLIN (grue). Das Zytostatikum Irinotecan gehört zur Standardtherapie für Patienten mit fortgeschrittenem kolorektalem Karzinom und kann gut mit Antikörpern wie Cetuximab oder Bevacizumab kombiniert werden. Solche Chemo-Antikörper-Therapien wirken synergistisch und verlängern das Leben.

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Über den Nutzen dieser Therapien hat Privatdozent Ralf-Dieter Hofheinz aus Mannheim beim Krebskongress in Berlin berichtet. "Irinotecan kann nicht nur mit anderen Zytostatika effektiv kombiniert werden, sondern ist auch zusammen mit Antikörpern eine wirksame Therapie mit gut dokumentiertem Sicherheitsprofil". Die Basis solcher Kombinationen sei die Chemotherapie nach dem FOLFIRI-Schema (i.-v.-5-FU/Folinsäure plus Irinotecan (Campto®) ), die etwa als zugelassene Zweitlinien-Kombination mit Cetuximab zu einem Ansprechen von 23 Prozent und zum medianen Überleben von 8 bis 9 Monaten führt. Komplettes Ansprechen bedeutet kein Tumornachweis für vier Wochen.

In einer Studie zur Erstlinien-Therapie erreichten durch die zusätzliche Therapie mit Cetuximab im Vergleich zur alleinigen FOLFIRI-Therapie mehr Patienten eine Tumorrückbildung, die zudem länger anhielt. Überzeugend sei auch die Kombination von FOLFIRI plus Bevacizumab in der Erstlinien-Therapie, sagte Hofheinz auf einer Veranstaltung von Pfizer: Mit dieser Therapie waren die Patienten im median elf Monate rezidivfrei, was gut mit den Ergebnissen einer Beobachtungsstudie (First BEAT) übereinstimmt. Von den darin geprüften Bevacizumab-Kombinationen hatte diejenige mit FOLFIRI in Bezug auf die progressionsfreie Zeit am besten abgeschnitten, wie Hofheinz sagte.

Mit Antikörper-Kombinationen werden trotz weit fortgeschrittener Krebserkrankung Überlebenszeiten von fast 2,5 Jahren erreicht. Mögliche neue Optionen ergeben sich durch Kombination von FOLFIRI mit dem humanen Antikörper Panitumumab oder dem Multi-Kinase-Hemmer Sunitinib. Beide Schemata werden derzeit in Phase-III-Studien geprüft.

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