Ernährungsmedizin

Isoflavone: nicht unbegrenzt schlucken

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FRANKFURT/MAIN (kig). Die unkontrollierte und längerfristige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit einem hohen Gehalt an isolierten Isoflavonen ist gegenwärtig nicht empfehlenswert.

Die Daten zur Risikobewertung sind unzureichend und uneinheitlich, warnten Experten auf dem Lebensmittelchemikertag in Kaiserslautern. Denn Isoflavonpräparate variieren in ihrer Zusammensetzung je nach Ausgangsmaterial und Herstellungsverfahren stark. Auch werden unterschiedliche Tagesverzehrsmengen angegeben. Daher kann man die einzelnen Produkte nur schwer miteinander vergleichen.

Isoflavone kommen zum Beispiel in Soja und Rotklee vor. Unklar ist jedoch, ob die natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommen Inhaltsstoffe genauso wirken wie die isolierten, so die Experten. Die Daten zur Wirksamkeit bei vasomotorischen Symptomen sind zudem wenig überzeugend. Daher kann man Isoflavonpräparate derzeit nicht als gesundheitlich unbedenklich einstufen.

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