Ixabepilon punktet bei Taxan-Resistenz

BERLIN (gvg). Für Frauen mit metastasiertem Brustkrebs, die auf Taxane und Anthrazykline nicht mehr ansprechen, gibt es bisher nur wenige Therapie-Optionen. Ein neuer Therapie-Ansatz nimmt das Zytoskelett ins Visier.

Veröffentlicht:

"Die Epothilone umgehen die Resistenzmechanismen, die dazu führen, dass Frauen nicht mehr auf Taxane ansprechen", betonte Professor Bruce Trock aus Baltimore auf der Europäischen Brustkrebskonferenz in Berlin. So sei in einer Phase-II-Studie bei Frauen mit Brustkrebs, die zum Teil schon zwei bis drei taxanhaltige Chemotherapien hinter sich hatten, mit einer Monotherapie mit dem Epothilon Ixabepilon eine Ansprechrate von zwölf Prozent erreicht worden. Die Substanz bindet in Krebszellen an Mikrotubuli und blockiert so die Vermehrung.

Besonders gut seien die Resultate für das in Deutschland noch nicht zugelassene Ixabepilon in Kombination mit Capecitabin, wie Professor Jacek Jassem aus Gdansk  in Polen betonte. Er stellte eine Phase-III-Studie mit 752 Patientinnen mit metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem Brustkrebs vor. Bei ihnen schritt der Tumor trotz Taxan- und Anthrazyklin-Therapie fort. Wie Jassem auf der von Bristol-Myers Squibb unterstützten Veranstaltung sagte, wurden beim progressionsfreien Überleben im Kombinationsarm 5,8 Monate, bei Capecitabin-Monotherapie 4,2 Monate erreicht.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert

Patientenumfrage

Krebs: So häufig sind Tumorschmerzen

Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom

NSCLC: Chemoimmuntherapie besser morgens verabreichen?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Durvalumab im Real-World-Vergleich

© Springer Medizin Verlag

ED-SCLC

Durvalumab im Real-World-Vergleich

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Lesetipps
Knochen schematisch dargestellt

© crevis - stock.adobe.com

Komplikationen

Bei Diabetes mellitus auch die Knochen in den Blick nehmen

Plaque im Gefäß

© Dr_Kateryna / Fotolia

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen