Direkt zum Inhaltsbereich

Adipositas

Jeder Dritte weltweit ist übergewichtig

Eine neue Studie zeigt, dass die Zahl der übergewichtigen Menschen weltweit in den vergangenen Jahrzehnten drastisch gestiegen ist.

Veröffentlicht:

SEATTLE. Fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist übergewichtig oder fettleibig. Das geht aus einer aktuellen Übersichtsstudie hervor, in der Daten aus über 180 Ländern ausgewertet wurden.

Wogen 1980 noch 857 Millionen Menschen weltweit zu viel, waren es 2013 bereits 2,1 Milliarden Menschen. Die Zahl Übergewichtiger nimmt dabei wesentlich schneller zu als die der Weltbevölkerung, und zwar sowohl in Industrie- als auch Entwicklungsländern, so die Autoren der Studie.

Mehr als die Hälfte der Menschen mit Adipositas leben dabei in zehn Ländern: Dazu gehören die USA, China, Indien und auch Deutschland, berichten Forscher um Marie Ng vom Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) der Universität von Washington (Lancet 2014, online 29. Mai).

"Fettleibigkeit ist ein Problem, das Menschen jeden Alters und Einkommens betrifft - überall", sagte IHME-Direktor Christopher Murray. Von den 671 Millionen Menschen, die einen BMI von 30 oder höher haben, lebe der größte Anteil in den USA. Den stärksten Anstieg bezüglich Adipositas gab es in den vergangenen drei Jahrzehnten in Ländern des Nahen Ostens, darunter Ägypten, Saudi-Arabien und Oman.

Mit besonderer Sorge sehen die Forscher die Entwicklung, dass auch immer mehr Kinder und Jugendliche übergewichtig oder fettleibig sind. "Wir wissen, dass Adipositas im Kindesalter ernsthafte nachgeschaltete Gesundheitseffekte hat, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und viele Krebsformen", sagte die Autorin Marie Ng.

In Deutschland ist nach den Daten von den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 20 Jahre etwa jeder Fünfte übergewichtig und jeder Zwanzigste adipös. Bei über 20-Jährigen sind es 64 Prozent der Männer und 49 Prozent der Frauen.

Außer falscher Ernährung und zu wenig Bewegung zählen auch bestimmte Medikamente, Stress, Schlafmangel und genetische Veranlagungen zu den Ursachen von krankhafter Fettleibigkeit. (dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Best-Practice-Empfehlungen

Erhöhtes Schilddrüsenkrebs-Risiko unter GLP-1-RA-Therapie?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie können Ärzte Einsamkeit erkennen und ansprechen, Professor Adli?

Lesetipps
Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck

Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann