Malaria

Jeder zweite Afrikaner lebt im Risikogebiet

Bei der Eindämmung der Malaria gibt es Fortschritte - und noch viel zu tun.

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NAIROBI. Noch immer leben fast 60 Prozent der Menschen in Afrika in einem Malaria-Risikogebiet - trotz der milliardenschweren Anti-Malaria-Kampagnen der vergangenen Jahre. Aber es gibt auch Erfolge, berichten Forscher aus Kenia und Oxford in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie (The Lancet 2014; online 20. Februar).

Danach konnte in der Dekade nach dem Jahr 2000 die Zahl der Malariaerkrankungen in den endemischen Regionen Afrikas deutlich gesenkt werden. Mittlerweile würde gut jeder vierte Afrikaner in einer Region leben, in der die Infektionsrate mit dem Malariaerreger Plasmodium falciparum deutlich gesunken sei.

Die Forscher hatten für ihre Berechnungen die Malariaraten aus den Jahren 1980 bis 2012 ausgewertet. Sie konnten auf Daten von insgesamt 3,6 Millionen Patienten aus 44 Ländern zugreifen, in denen die Malaria endemisch ist.

Der Analyse zufolge lebten 2010 weniger Menschen in Hochrisikoregionen als noch im Jahr 2000 - 184 statt 219 Millionen. Das ist eine Reduktion um 16 Prozent, obwohl zeitgleich die Bevölkerung stark gewachsen ist.

Die Forscher führen das auf erfolgreiche Malariaprogramme zurück. Gleichzeitig ist jedoch die Zahl der Menschen in Regionen mit einem moderaten Risiko um 57 Prozent auf heute 280 Millionen gestiegen. (nös)

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