Studie

Karpaltunnel-Syndrom durch intensive Smartphone-Nutzung

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AMSTERDAM. Mehr als 5000 Mal täglich tippen intensive Smartphone-Nutzer auf den Touchscreen ihrer Mobiltelefone. Wie eine auf dem Kongress der European Academy of Neurology (EAN) in Amsterdam vorgestellte Studie ergeben hat, kann dies die Nerven der oberen Extremität erheblich belasten: Intensive Nutzer können ein Karpaltunnel-Syndrom entwickeln.

"Wir wissen, dass die häufige Wiederholung von bestimmten Bewegungen zu einem Karpaltunnel-Syndrom führen kann und wollten herausfinden, ob die Smartphonenutzung einen solchen Effekt hat", werden Dr. Faik Ilik von der Uni in Baskent und Dr. Huseyin Buyukgol von der Karatay Universität in einer Mitteilung der EAN zitiert.

Für ihre Studie teilten die Forscher die 62 Teilnehmer in drei Gruppen ein: 22 nutzten ein herkömmliches Mobiltelefon ohne Computerfunktionen, 19 pflegten einen moderaten und 22 einen intensiven Umgang mit einem Smartphone.

Danach bewerteten die Probanden mögliche Beschwerden auf einer visuellen Skala und mit einem Fragebogen zur Erfassung von Beschwerden der Arme, Schultern und Hände(Quick DASH– Disabilities oft Arm, Shoulder, Hand). Zusätzlich wurde die Leitfähigkeit der Armnervenmit elektrophysiologischen Messungen erhoben.

Nutzer eines herkömmlichen Mobiltelefons stuften ihre Beschwerden mit einen Q-Dash-Score von durchschnittlich 16,63 ein. Moderate Smartphone-Nutzer lagen etwas darunter, während Hardcore-Nutzer einen Wert von 19,80 erreichten. Auch lag die motorische Leitfähigkeit bei den Vielsurfern rund zehn Prozent unter dem Wert der moderaten Nutzer. (eb)

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