Nikotinsucht
Fast ein Fünftel der Deutschen ab 15 Jahren raucht
Der Anteil der Raucherinnen und Raucher liegt seit Jahren bei rund 20 Prozent. Besonders beliebt ist Rauchen bei den 40- bis 50-Jährigen. Jugendliche interessieren sich zunehmend für Liquids und Nikotinbeutel.
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Bei Jugendlichen sind vor allem E-Zigaretten angesagt.
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Wiesbaden. Fast ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland hat 2025 zumindest gelegentlich geraucht. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden vor dem Weltnichtrauchertag am 31. Mai mit. Der Anteil der Raucherinnen und Raucher lag demnach bei 19,1 Prozent. Die Angaben beruhen auf Ergebnissen des Mikrozensus, einer repräsentativen Befragung von Haushalten in Deutschland.
Im Vergleich zu 2021 veränderte sich der Anteil kaum: Damals waren es noch 18,9 Prozent aller Menschen in Deutschland ab 15 Jahren, die zumindest gelegentlich rauchten. Mit 78,5 Prozent greifen die meisten Raucher zu Zigaretten – 9,2 Prozent bevorzugten laut Mitteilung die E-Zigarette.
Männer rauchen öfter als Frauen
Männer rauchen demnach deutlich öfter als Frauen. 22,4 Prozent der Männer rauchten 2025 laut Auswertung zumindest gelegentlich. Bei Frauen seien es nur 15,8 Prozent gewesen.
Unter Menschen zwischen 40 und 44 Jahren sei das Rauchen am verbreitetsten. Hier lag der Anteil der Raucherinnen und Raucher im vergangenen Jahr bei 26 Prozent, wie das Statistikamt mitteilte. Auf sie folgten die 45- bis 49-Jährigen mit 25,5 Prozent. Die wenigsten Raucher gab es demnach unter den 15- bis 17-Jährigen: Hier waren es laut Mitteilung 5 Prozent. Unter den mindestens 75-Jährigen lag der Anteil bei 5,5 Prozent.
Für das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) bedeutet dies jedoch keine Entwarnung. Es sieht eine Verschiebung im Konsumverhalten junger Menschen: Während der Konsum von Wasserpfeifen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist und auch der von Einweg-E-Zigaretten, gewännen andere neue Nikotinprodukte an Bedeutung.
Jugendliche konsumieren mehr Liquids und Nikotinbeutel
Vor allem Mehrweg-E-Zigaretten, aromatisierte Liquids und Nikotinbeutel wirkten für junge Menschen attraktiv, heißt es in einer Mitteilung des BIÖG. Es bezieht sich dabei auf repräsentative Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Rauchverhalten junger Menschen, die am Dienstag erstmals veröffentlicht wurde.
Dabei sei das Vapen besonders auf dem Vormarsch: Der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten nimmt deutlich zu. Bei Jugendlichen stieg der Anteil der Konsumenten seit 2021 von 2,9 auf 6,7 Prozent bei männlichen Jugendlichen und von 1,8 auf 7,8 Prozent bei weiblichen Jugendlichen. Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren hat sich der Konsum erhöht. Bei den jungen Männern nahm der Anteil der Konsumenten von 6,9 Prozent (2021) auf 13,3 Prozent (2025) zu. Bei den jungen Frauen stieg er von 4,7 auf 11,9 Prozent.
Neun von zehn Konsumenten nutzen in den Mehrweg-E-Zigaretten nikotinhaltige Liquids, die oft mit süßen Aromen und jugendaffinem Design vermarktet werden. Auch Nikotinbeutel gewännen an Bedeutung, heißt das. Und das, obwohl der Verkauf in Deutschland untersagt ist. 2025 gaben 5,5 Prozent der Jugendlichen und 18,9 Prozent der jungen Erwachsenen an, diese Produkte bereits ausprobiert zu haben. 2023 waren es noch 4,1 Prozent der Jugendlichen und 14,8 Prozent der jungen Erwachsenen. (dpa/kaha)










