Statine

Kein Einfluss auf Kognition

Veröffentlicht:

PROVIDENCE. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA seit drei Jahren eine Warnung der FDA vor möglichen Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten durch Statine.

In mehreren Studien konnte ein solcher Zusammenhang jedoch nicht festgestellt werden.

Eine neue Metaanalyse durch Neurologen um Dr. Brian R. Ott von der Brown-Universität in Providence in den USA bestätigt nun, dass eine Statinbehandlung nicht mit kognitiven Beeinträchtigungen assoziiert ist (J Gen Intern Med 2015; online 10. Januar).

 Forderungen nach einer Neubewertung der Präparategruppe durch die Zulassungsbehörde FDA werden deshalb lauter. Die Analyse berücksichtigte die Daten von 25 placebokontrollierten randomisierten Studien mit insgesamt über 46.800 Patienten.

Die in den Studien untersuchten Statine waren Atorvastatin, Fluvastatin, Lovastatin, Pravastatin sowie Rosuvastatin, Simvastatin und Pitavastatin.

Die Wissenschaftler konnten weder bei kognitiv Gesunden noch bei Patienten mit Morbus Alzheimer einen Zusammenhang mit kognitiven Beeinträchtigungen nachweisen, auch nicht bei hohen Statindosen.

Dabei berücksichtigten sie die Ergebnisse von Untersuchungen unter anderem zu Gedächtnisverlust, Vergesslichkeit, Amnesie und Verwirrtheitszuständen.

Das Ergebnis war auch davon unabhängig, ob das entsprechende Statin die Blut-Hirn-Schranke überquert, wie lange die Studie dauerte und wie viele Patienten teilnahmen. (ple)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein