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Kein Sport, viel TV: Das geht auf den Buckel der Kinder

Bereits während der Grundschulzeit werden heute Rückenschmerzen und Haltungsschäden immer häufiger diagnostiziert. Laut einer Umfrage sind 95 Prozent der Kinder- und Jugendärzte der Auffassung, dass dieses Problem zugenommen hat.

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Besserer Sportunterricht in der Schule könnte helfen, Rückenschmerzen und Haltungsschäden bei Kindern zu verringern.

Besserer Sportunterricht in der Schule könnte helfen, Rückenschmerzen und Haltungsschäden bei Kindern zu verringern.

© Maria.P. / fotolia.com

HAMBURG (ras). 100 Kinder- und Jugendärzte haben an einer bundesweiten Forsa-Befragung im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) teilgenommen. In der DAK-Untersuchung erklären 65 Prozent der Mediziner, dass die Anzahl der Jungen und Mädchen mit Rückenschmerzen stark (17 Prozent) oder etwas (48 Prozent) gestiegen ist.

Besonders häufig betroffen sind Kinder zwischen elf und 14 Jahren (58 Prozent). Die gesundheitlichen Probleme durch Übergewicht treten meist schon in den ersten beiden Grundschuljahren im Alter zwischen sechs und acht Jahren auf.

"Die erschreckende Diagnose der Kinderärzte zeigt, welche Folgen fehlende Bewegung und Ernährungsprobleme haben", erklärt Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln. "Rückenschmerzen sind auf dem Vormarsch."

Die größten Gefahren für die Gesundheit der Kinder sind nach Einschätzung der befragten Kinder- und Jugendärzte vor allem ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel in der Freizeit und eine zu intensive Nutzung von Fernsehen und Computer. Sehr häufig stufen die Mediziner auch eine fehlende Vorbildfunktion der Eltern als Risikofaktor ein. Zu wenig oder schlechten Sportunterricht an Schulen gaben 61 Prozent der Ärzte als Ursache an.

Um Eltern und Kindern mit dem "Bewegungsvirus" anzustecken, hat die DAK gemeinsam mit dem Deutschen Turner-Bund das Bewegungsprogramm "SAFARI-KIDS" entwickelt. Es wird bundesweit in vielen Sportvereinen angeboten. Safari-Kids beinhaltet Präventionskurse, die Kindern neue Verhaltensmuster - etwa bei Bewegungs- Ess- und Trinkgewohnheiten - vermitteln soll.

Daher auch der Name SAFARI: Selbstbewusst, Aktiv, Fit, Ausgeglichen, Robust und Integriert.

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