Kommentar

Keuchhusten ohne Keuchen

Von Beate Schumacher Veröffentlicht: 11.02.2019, 13:44 Uhr

Zwar sind Säuglinge durch die Infektion am meisten gefährdet, Überträger sind aber vor allem Erwachsene, etwa zwei Drittel aller Keuchhustenfälle treten im Alter über 18 Jahren auf. Insofern ist es hilfreich, dass eine US-Leitlinie daran erinnert, welche Symptome bei hustenden Erwachsenen aufhorchen lassen müssen. Danach ist eine Pertussisdiagnose wahrscheinlich, wenn inspiratorisches Pfeifen und Erbrechen nach dem Husten auftreten. Fieber sowie das Fehlen von Hustenattacken sprechen dagegen eher für eine andere Ursache.

Zum Ausschluss einer Pertussisdiagnose sollten die Empfehlungen trotzdem nicht herangezogen werden. Das RKI weist ausdrücklich darauf hin, dass viele Erwachsene, ebenso Jugendliche und geimpfte Kinder, keines der klassischen Symptome zeigen. Mit anderen Worten: Es gibt Beschwerden, die starke Indikatoren für einen Keuchhusten sind. Das Fehlen dieser Symptome ist aber so wenig wie eine Impfung ausreichend, um Pertussis mit Sicherheit ausschließen zu können.

Um den Schutz der Jüngsten sicherzustellen, muss man auch bei Patienten, die lediglich an langanhaltendem Husten leiden und eventuell sogar geimpft sind, an die Möglichkeit eines Keuchhustens denken und dies gegebenenfalls im Labor überprüfen lassen.

Lesen Sie dazu auch: Leitlinie: Wann ist Husten verdächtig auf Keuchhusten?

Mehr zum Thema

Neues Coronavirus

Nach Genesung tauchte SARS-CoV-2 wieder auf

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Masernschutzgesetz startet: Was Sie wissen müssen

Ab 1. März

Masernschutzgesetz startet: Was Sie wissen müssen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden