Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Kluge Entscheidung bei Alzheimer-Studie

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Der Aufwand hat sich gelohnt: Trotz der - richtigen - Entscheidung, die erste Impfstudie bei Patienten mit Morbus Alzheimer abzubrechen, weil es bei einigen Patienten zu Entzündungen im ZNS gekommen ist, haben die beteiligten Neurologen nicht aufgegeben.

Sie haben das Doppelblind-Design nicht mit dem Studienabbruch aufgehoben, sondern die Patienten noch ein Jahr lang mühselig weiterbeobachtet und so viele Analysen wie möglich gemacht. Damit haben sie wertvolle klinische Daten gerettet.

Nur so konnten sie entdecken, daß es offenbar einige Patienten gibt, die tatsächlich von der Impfung im Vergleich zu Ungeimpften profitieren, nachweisbar in Kognitionstests, in der Histologie und mit Hilfe bildgebender Verfahren.

Es sind zwar nur kleine Puzzle-Teilchen, doch nur so läßt sich das Konzept der Impfung gegen die krankmachenden Eiweiße im Gehirn, das so schön in Tierversuchen bestätigt wurde, überprüfen. Und nur so läßt sich klären, wie es zu den Entzündungen im Gehirn kommen konnte. Durch die kluge Entscheidung, weiter zu beobachten, haben die Neurologen nun eine sehr gute Ausgangsposition für jetzt geplante verbesserte Studien.

Lesen Sie dazu auch: Weiter Hoffnung auf Alzheimer-Impfstoff

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Robert Koch-Institut

Fast jeder dritte Erwachsene hört schlecht

Daten aus Japan

Extreme Hitze scheint Demenz zu beschleunigen

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps