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Kluge Entscheidung bei Alzheimer-Studie

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Der Aufwand hat sich gelohnt: Trotz der - richtigen - Entscheidung, die erste Impfstudie bei Patienten mit Morbus Alzheimer abzubrechen, weil es bei einigen Patienten zu Entzündungen im ZNS gekommen ist, haben die beteiligten Neurologen nicht aufgegeben.

Sie haben das Doppelblind-Design nicht mit dem Studienabbruch aufgehoben, sondern die Patienten noch ein Jahr lang mühselig weiterbeobachtet und so viele Analysen wie möglich gemacht. Damit haben sie wertvolle klinische Daten gerettet.

Nur so konnten sie entdecken, daß es offenbar einige Patienten gibt, die tatsächlich von der Impfung im Vergleich zu Ungeimpften profitieren, nachweisbar in Kognitionstests, in der Histologie und mit Hilfe bildgebender Verfahren.

Es sind zwar nur kleine Puzzle-Teilchen, doch nur so läßt sich das Konzept der Impfung gegen die krankmachenden Eiweiße im Gehirn, das so schön in Tierversuchen bestätigt wurde, überprüfen. Und nur so läßt sich klären, wie es zu den Entzündungen im Gehirn kommen konnte. Durch die kluge Entscheidung, weiter zu beobachten, haben die Neurologen nun eine sehr gute Ausgangsposition für jetzt geplante verbesserte Studien.

Lesen Sie dazu auch: Weiter Hoffnung auf Alzheimer-Impfstoff

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