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"Koloskopie für Männer vorverlegen!"

BERLIN (gvg). Männer sollten bereits ab dem 50. Lebensjahr die Möglichkeit zur Vorsorgekoloskopie auf GKV-Kosten bekommen, fordert die Stiftung Lebensblicke.

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Männer sollten bereits ab dem 50. Lebensjahr eine Koloskopie erhalten, fordern Experten.

Männer sollten bereits ab dem 50. Lebensjahr eine Koloskopie erhalten, fordern Experten.

© Foto: Sebastian Kaulitzki www.fotolia.de

Bei Männern gebe es viel häufiger gefährliche Befunde als bei gleichaltrigen Frauen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Professor Jürgen Riemann aus Ludwigshafen. Das hätten Daten des deutschen Koloskopie-Screenings ergeben, an dem von 2003 bis 2006 1,88 Millionen Menschen teilnahmen. Die Inzidenz fortgeschrittener Adenome betrug bei Männern 8,2 Prozent und bei Frauen 4,7 Prozent.

Weil etwa die Hälfte der Probanden jünger als 65 ist und fortgeschrittene Adenome aus harmlosen Vorstufen entstehen, muss die Entstehung bei Männern früher einsetzen, wie Riemann sagte. Die Inzidenz kolorektaler Karzinome sei bei Männern etwa doppelt so hoch wie bei Frauen.

Internationale Daten, etwa von polnischen Ärzten, stützen diesen Befund. So müssen 17 Männer, aber 28 Frauen zwischen 50 und 54 Jahren koloskopiert werden, um einen gefährlichen Befund zu entdecken. Der Nutzen der Koloskopie bei Männern Anfang 50 ist damit in etwa gleich hoch wie bei Frauen in den frühen Sechzigern.

"Unsere Forderung, den Zeitpunkt der ersten Screeninguntersuchung bei Männern um fünf Jahre vorzuverlegen, ist eine logische Konsequenz", sagte Riemann. Derzeit übernimmt die GKV die Kosten für eine Vorsorge-Koloskopie bei Männern wie Frauen ab 55.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Die ärztliche Empfehlung ist entscheidend für den Erfolg des Darmkrebs-Screenings

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