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Corona-Impfung

Kombinierte Vaxzevria® und Comirnaty® – vorläufige Daten machen Mut

Vorläufigen Daten einer Studie der Charité zufolge ist eine Mischung der Impfstoffe von AstraZeneca und BioNTech/Pfizer in Erst- und Zweitimpfung nicht schädlich. Die Forscher warnen vor voreiligen Schlüssen.

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Berlin. Eine Dosis Vaxzevria®und als zweite Dosis Comirnaty® – diese Kombination hat für Impflinge nach einer vorläufigen Charité-Auswertung wohl keine Nachteile bei Wirksamkeit und Verträglichkeit. Eine Kombi der Präparate in einem Abstand von zehn bis zwölf Wochen sei nach den Ergebnissen der Studie gut verträglich und rufe vergleichbare Immunantworten wie eine Impfserie mit zweimal Comirnaty® hervor, schrieb der Charité-Wissenschaftler Leif Erik Sander auf Twitter.

Die Charité-Zwischenauswertung ist als sogenanntes Preprint veröffentlicht worden. Das bedeutet, dass eine Überprüfung durch externe Experten und die Publikation in einer Fachzeitschrift noch ausstehen. Das Team um Sander erhob und verglich Daten von rund 340 Mitarbeitern des Gesundheitswesens, die zwischen Ende 2020 und 21. Mai 2021 geimpft wurden – davon eine Gruppe zweifach mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer im Abstand von drei Wochen und eine weitere mit AstraZeneca bei der Erst- und BioNTech bei der Zweitimpfung.

Die Forscher selbst schränken ein, dass es sich nicht um eine randomisierte kontrollierte Studie handle, also mit zufälliger Zuordnung der Probanden zu den Gruppen. Unklar sei, inwieweit beobachtete Unterschiede auch mit dem längeren Impfintervall der Gruppe mit den verschiedenen Impfstoffen zusammenhängen könnten.

Die Ergebnisse scheinen im Widerspruch zu einer kürzlich veröffentlichten „Lancet“-Studie zu stehen, derzufolge Impflinge bei zwei unterschiedlichen Impfstoffen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für milde und moderate Nebenwirkungen nach der zweiten Dosis haben. Die Charité-Wissenschaftler weisen aber auf Unterschiede beim Studiendesign, dem Alter der Probanden und unterschiedliche Impfintervalle hin.

Der längere Abstand zwischen den beiden Dosen in der Berliner Untersuchung könne mit den weniger stark ausgeprägten Impfreaktionen zu tun haben, so die Vermutung. (dpa)

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