Direkt zum Inhaltsbereich

Kopfbehaarung zeigt Risiko für Prostata-Ca

MONTREAL (hub). Männer, die schon früh eine Glatze bekommen, haben ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs. Das hat eine Studie bei 388 Männern mit Prostata-Ca und 281 ohne diese Krebserkrankung ergeben, teilt die Europäische Krebsgesellschaft mit.

Veröffentlicht:

Bei den Männern mit Prostata-Ca begann die Glatzenbildung doppelt so häufig schon im Alter von 20 Jahren wie in der Kontrollgruppe. Begann die Glatzenbildung erst im Alter von 30 bis 40 Jahren, ergab sich kein Bezug zum Prostatakrebs.

Männer mit früh beginnendem Haarausfall könnten von einem Screening auf Prostata-Ca profitieren, so die Gesellschaft.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Vor weiterführender Diagnostik

Muss ein erhöhter PSA-Wert immer bestätigt werden?

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Dr. Ralf Hettich 17.02.201108:40 Uhr

Studie aus Seattle zeigt - Männer mit Glatze erkranken weniger häufig an Prostatakrebs

Eine US-amerikanische Studie, durchgeführt am Fred-Hutchinson-Krebsforschungscenter in Seattle, brachte andere Ergebnisse zutage.

Bei Männern, die mit 30 einen frühen, erblich bedingten Haarverlust haben, verringert sich das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um die 30 Prozent. So sagte es der Co-Autor der Studie, Jonathan L. Wright, Assistenzprofessor an der University of Washington School Medicine in Seattle.

Die Studie ist in der amerikanischen Fachzeitschrift Cancer Epidemiology am 24. März 2010 online veröffentlicht worden.

Dr. Wright und seine Kollegen untersuchten 999 Männer aus dem King County, State Washington. Sie waren alle im Alter von 35 bis 74 Jahren und hatten die Diagnose Prostatakrebs. Als Referenzgruppe dienten 942 zufällig ausgewählte gesunde Männer, die vom Alter her gesehen mit der ersten Gruppe zu vergleichen waren.

Mit Hilfe der Nortoon-Schaubilder schätzen alle Männer ihre Haarfülle im Alter von dreißig Jahren. Die Männer, bei denen Prostatakrebs diagnostiziert wurde, bestimmten ihre Haarfülle für das Jahr vor der Diagnose von Prostatakrebs. Die Männer gaben auch die Medikamente an, die den Hormonspiegel der männlichen Sexualhormone beeinflussen könnten.

Die Auswertung der Daten zeigte, dass Männer, die mit 30 Jahren einen signifikanten Haarverlust hatten, eine um 29 Prozent verringerte Wahrscheinlichkeit haben, an Prostatakrebs zu erkranken.

Mein Fazit: Die Forschergruppe um Jonathan Wright konnte jedoch nicht die Zusammenhänge zwischen der Glatzenbildung bei einem jungen Mann und der Verringerung des Prostatakrebs-Risikos erklären. Die Zusammenhänge sind sehr komplex und vielschichtig und nicht einfach mit einem Testosteron- und Dihydrostestosteron-Spiegel in Verbindung zu bringen.

Mit den besten Wünschen für Ihre Männergesundheit

Ihr Dr. Ralf Hettich

Mailkontakt: info@ralfhettich.de

Sonderberichte zum Thema

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps